Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde9 (1903) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
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9 (1903) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Das Adamgut".

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feste Bänke, welche auch den Ofen umfassen. Vor den Tisch aussen-seitig sind Bänke gestellt( Stühle fehlen).

An einer Stubenseite ist die Bank etwas breiter gehalten undein Ruhekissen aus Holz vorhanden. Auch hinter dem Ofen ziehtsich die Bank hin.*) Unter der Bank, und zwar hier an der Fenster-seite, ist die Hühnersteige angebracht, aus welcher die Hühner durcheine kleine Oeffnung der Schrotwand ins Freie gelangen können.**)An Stelle des bestehenden Stubenofens haben wir uns einensolchen gleicher Grösse und Form( wie gezeichnet), jedoch mitSchüsselkacheln, ähnlicher Art wie beim Stüblofen noch vorhandensind, zu denken.

Nächst dem Ofen sind Trockenstangen, von der vorhausseitigenWand bis zum Unterzug(» Tram«) reichend, angebracht. Sie sindeinerseits in Vertiefungen( Löchern) der Schrotwand, andererseitsin eigens an den Tram angenagelten Hängbrettchen nebenstehenderForm befestigt. Sie dienen zum Trocknen nasser Kleidungsstücke.***)

Die glatte Pfostendecke der Stube zeigt eine einfache Gliederung( ohne Feldertheilung) durch 9 cm breite aufgenagelte Leisten undruht seitlich auf austragenden, unten abgefassten Schrotwandbalken,in der Mitte auf einem 25 × 19 cm starken Unterzug.)

Der Boden der Stube ist einfach gedielt.

Die Wände der Stube sind innen- und aussenseitig derzeitstuccatirt. Sie mögen einst ungetäfelt oder vielleicht in der Art getäfeltgewesen sein, wie etwa im» Oberhause« zu Seekirchen.

Bezüglich der Fenster wird auf die Detailzeichnung der vor-liegenden Aufnahme hingewiesen. Die Wände der Stube besitzenmeist einen einfachen Schmuck durch Bilder in Rahmen, und niemalsden bekannten Zeichen C. M. B. versehenenkleiner Weihbrunnkessel, sowie an anderer

fehlt neben i

Eingangsthüre

Stelle die alte Pendeluhr.

In der Fläche zwischen Thür- und Fensterwand ist hier ausser-dem der sogenannte» Schüsselkorb« zum Einstellen des Speise-geschirres vorhanden. Auf dem obersten Stellbrette des Schüssel-korbes steht unter Anderem auch der sogenannte» Õeldegl«, eine alteOellampe, in der Form eines Leuchters aus Blech gefertigt.

*) Einst, bevor der Einbau der Holzwand in die Stube erfolgte, mochte wohl zwischenOfen und der tennseitigen Stubenwand die Bank sich zu einem Ruheboden ausgedehnthaben, wie dies in anderen alien Häusern noch zu sehen ist. Es heisst dieser Ruheplatzrückwärts des Ofens Böhnl"( kleine Bühne).

**) Oft ist die Hühnersteige unter der Ofenbank angebracht.

***) Am Salzburger Gebirgshaus ist dieses Ofengerüste etwas abweichend hergestelltund haben Säulen und Stangen desselben durch Einschnitzungen und wohl auch durchBemalung besondere Ausschmückung erhalten.

) Er ist dermalen derart übertüncht, dass weder von dem häufig vorkommendennoch von etwaigen seitlichen Zeichen etwas zu sehen ist.

Zeitschrift für österr. Volkskunde. IX,

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