Gebäcke in der Zeit der sogenannten Rauchnächte,
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begossen während der Rauchnächtezeit. Ein solch süsses Cultbrot( Hutzel, Spältel-, Klötzen-, Birnbrot) erhielt in Altbayern erst durcheine übliche Räucherung einen gewissen höheren Werth und grössereWeihe. Die Beräucherung der Wohnung( das heisst die Vertreibungder darin abgespeisten, gesättigten und damit menschlicherseitszufriedengestellten Seelengeister) hat sich noch kirchlich erhaltenund gab auch den zwölf Nächten vor dem Heiligen Dreikönigstagden Namen Rauchnächte» Duodecim illis noctibus quae Christinatalem epiphaniamque intercurrunt, nulla fere per Franconiam domusest, quae saltem inhabitetur, quae thure aut aliqua alia redolentemateria adversus daemonum incantatricumque insidias non subfumi-getur«( 1520)( Joannes Boëmus, fol. 59). Das ganze übrige Jahr hindurchwird nie wieder das Haus ausgeräuchert. Die drei Buchstaben C †MB an den Hausthüren erinnern noch an die Runen- oder sonstigenZeichen( Hakenkreuze?), womit die übelthätigen Dunkelelben ab-gewehrt werden sollten. So musste auch das weihnächtliche Zelten.brot vor seinem Genusse erst» eingeraucht werden, das heisst, erstnach der Vertreibung der Seelengeister durch den Rauch durfte dassüsse Cultbrot verzehrt werden. 1519 gab man im Münchener HeiligenGeist- Spitale» ze rauchen«, das heisst» man rauchte« so und so vieleBrote oder anderes Gebäck( Schmeller, Bayer. Wörterb. II. 14 ff.).Auch in Oberösterreich hält man über den Heiligen Dreikönigs.rauch( rauka= Rauchwerk) einen Laib Brot,( Ortwein, DeutscheWeihnachten, 127). In Oberbayern hat dieses geräucherte oder Rauch-brot die Gestalt eines„ Rauchwecken", das an die Knaufgebäcke er-innert, welche von mir in der Weinhold'schen Zeitschr. d. Ver. f.Volkskunde 1902, S. 431 abgehandelt wurden; es hat die FormIm BerchtesgadischenIn liegen diese Rauch-ostag( also nach den
eines Knocheng
wecken in derRauchnächten)
vom Heiligen DreikönigstagSebastian( 20. Jänner) oder wenigstens in derOctave nach dem Heiligen Dreikönigstag unangeschnitten und un-berührt auf dem Esstische, sind also eine deutliche Opfergabe. Zufrühes Anschneiden brächte Unheil, während später um Sebastianherum dasselbe gegen verschiedene Krankheiten hilft.( Gefällige Mit-theilung des Herrn k. Bezirksarztes Dr. Roth in Berchtesgaden.)Während der drei(!) Rauchnächte durften im 16. Jahrhundert dieZöllner am Isarthore zu München die vom Fuss bis zum Kniereichenden, also Schienbeinhöhe messenden Rauchwecken, welche dasthierische Schienbein als Opfergabe vertraten, nach Genüge inSchnitten vertheilen an die Armen vor dem Thore( Archiv d. hist.Ver. f. Oberbayern, 42. Bd., 183). Hier verwandelte sich also dasthierische oder animalische Opfer an die Dunkelelben in eine vege-tabilische Spende an die Armen( armen Seelen). Die» December-Freiheit der Geister in der dunkelsten Zeit vor dem neuen Jahre,in welcher man dem Schicksale näher als sonst zu sein vermeinte,
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