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Stolz.
34; III, 94.) Ich stelle zunächst fest, dass in einem Falle( von 1891)der kundige Maler oder Schreiner Schiller's Glocke geplündert hat;allerdings ist der Wortlaut etwas geändert, indem es heisst:
Ach, die Gattin ist's, die theure,
Ach, es ist die treue Mutter,
Die der Fürst ins Reich der Schatten
Weggeführt aus dem Arm des Gatten.
Verbessert ist der Schiller'sche Text gerade nicht.*) Auf einem anderenLeichenbrett lesen wir eine Strophe des Liedes» Das Grab ist tief undstille<<:
Das warme Herz hienieden,
Von manchem Sturm bewegt,Erlangt den wahren Frieden
Nur, wo es nicht mehr schlägt.
Von dem im Jahre 1891 verstorbenen Mathias Scheiber, Bauervon Ridenhäusl( Leogang), heisst es:
Dort lebt der Vatter beste
In süsser Himmelsruh
Und von der Himmelsfeste
Ruft er uns tröstend zu.
Dem» Andenken« des im Jahre 1899 verstorbenen 17jährigen» geehrten Jünglings Michael Dum« sind folgende Verse geweiht:
Der Frühling kommt! Der Frühling kommt!
Und wenn der Frühling wieder kommt,
Dann bin ich nicht mehr hier.
Und wenn die Blumen wieder blüh'n,
Dann blüh'n sie über mir:
Es trifft Euch jetzt mein letzter Blick;
Ich gehe fort, Ihr bleibt zurück;
Ich geh' voran, Ihr kommet nach:
O haltet Eure Auge( n) wach,
Das( liess dass") ihr von Ziel von Weg nicht irrt,
Der Euch zum Throne Gottes führt.
Ebenso lesen wir( v. J. 1894):
( Stadel vor dem Kollingwald.)
Es ruht nun aus die Leidenshülle,Zwar thränenlos, doch Thränen werth,Und wird im tiefen SchmerzgefühleDurch Thränen noch geehrt.
Ferner vom selben Jahre:
Auf Erden ist kein ewig BleibenUns ist ein andres Reich bestimmt,Wo Ruh nach schweren Treiben,Belohnung dort kein Ende nimmt.
*) Vergl. O. Rieder a. a. O. S. 106, Fussnote 97, wo eine Grabschrift aus Gröding( südwestlich von Salzburg) angeführt ist, die in allerdings ganz freier Weise eine Reminiscenzaus Schiller's Glocke verwerthet.