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Młynek.
hervor. Aus Dankbarkeit und zur Erinnerung an die Rettung liess sieGott an der Stelle, wo diese Begebenheit statthatte, ein Denkmal er-richten.«( Styliński.)
» Unten am Fusse des Waldabhanges ist eine Quelle, der manheilende Kraft zuschreibt.«( Kozik.)*)
Im Anschlusse an das Martinsschloss führe ich folgende Mit-theilungen an:
» Das Schloss, welches ehemals am Martinsberge sich erhob, istnicht zerfallen, wie man gewöhnlich behauptet, sondern ist, sowiees war, sammt Sälen und Kellern in die Erde eingesunken. Nur derSchlossthurm und andere hervorragende Schlosstheile wie das Dachund die Basteien sind noch über der Erdoberfläche geblieben undwurden theilweise von den Bauern, welche zum Baue ihrer HäuserZiegeln und Steine brauchten, ein wenig beschädigt. Mit der Zeitaber werden auch sie einsinken müssen, und in der Zukunft wird unskein Mensch den Ort zeigen können, wo das Schloss eigentlich stand.Das Schloss muss ganz versinken weil der» Boruta«, welcher esbewohnt, sich furchtbar darüber ärgert, dass die Menschen seinenWohnort, da der Wald hier ganz ausgerodet worden ist, durch ihreununterbrochenen Besuche belästigen und entweihen. Die Bauernweiden sogar Kühe und Schafe auf dem Dache seines eingesunkenenPalastes.**)( Własnowolski.)
Man kann in das Innere des versunkenen Schlosses gelangen.
» Einmal ging am Palmsonntage ein Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib mit einem Kindean dem Schlosse vorüber. Es war um die Mittagszeit während der» Summa«( des feierlichen Gottesdienstes zwischen 11 und 12 Uhr).Sie guckte in das Innere des Schlosses durch eine Oeffnung in einerder hervorragenden Basteien hinein und erblickte einen grossenRaum, worin auf dem Boden goldene Münzen und kostbare Gegen-stände zu Haufen lagen. Es gelüstete sie, hineinzukriechen weilsie keinen Wächter sah. Nachdem sie hineingelangt war, setzte sie
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*) Solcher, Wunderquellen“(„ święte wody") gibt es bei den Lachen sowie beianderen polnischen Völkern eine unzählige Menge. Fast jede Ortschaft hat ihren„ Wunderquell".
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**) Vergleiche die polnischen Sagen von versunkenen Kirchen, Capellen, Bildsäulen,Wirthshäusern, Häusern ja sogar von versunkenen Wäldern, Dörfern und Städten,Sie sind noch zahlreicher als die Sagen von den Wunde: quellen. Wie diese Sagen ent-stehen und wie sie sich dann entwickeln, haben wir am besten an der Sage vomMartinsschlosse gesehen. Zuerst gibt es wirkliche Kirchen, Schlösser und dergleichen, diein der Umgegend weit bekannt sind. Nach einiger Zeit, von den Menschen verlassen oderdurch Kriege zerstört, gerathen sie in Trümmer, die sich dann in Schutt verwandelnmit Erde und Rasen bedecken. So verschwinden sie von der Erdoberfläche und nurdie Volkssage zeigt dem Volke den Ort, wo sie einst gestanden. Dieser Ort ist gewöhn-lich ein Hügel oder ein Berg, so wie der des Martinsschlosses. Das Volk fragt nachder Kirche, nach dem Schlosse und dergleichen und glaubt, sie seien in die Erde ver-sunken".
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