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Haberlandt.
und Tuchentüberzüge haben ausserdem oben in der Mitte eine eben-falls handbreite, rothdurch wirkte Längsborte. Die Erzeugung dieserBettanzüge gehörte in den Bereich der Hausindustrie. Das» Bänder-stuatle«< war der höchst einfache Webeapparat für die Bänder.
Der dunkelste und unfreundlichste Raum des Hauses ist dieKüche. Wegen des mangelhaften Abzuges des Rauches sind entwederdie ganzen Wände oder wenigstens die um den Herd liegendenTheile dick angerusst. Die heute noch überall bestehenden Rauch-mantel deuten auf den früher offenen Herd, auf den nun ein niederer,etwa fusshoher Aufbau mit Eisenplatten erfolgte, weshalb der Küchen-herd überhaupt mit» Chuchiplatta« bezeichnet wird. Das darauf ge-kochte Mahl wird in den allermeisten Häusern in der Küche selbstverzehrt, darum ist darin neben den Geschirrschränken oder-Gestellenauch der grosse Esstisch und das allerdings kohlschwarz angerussteKreuz an der Wand.
Selbst Gäste werden in der Küche bewirthet und mit dem volks-thümlichen» kond go methalta« zum Mitessen eingeladen. NurSonntags gönnt man sich den Luxus eines Tischtuches und separaterTeller, auch kommt das» Agricht« mit der angerussten Pfanne aufden Tisch, weshalb man sich der Pfannknechte bedient. Die Mahlzeiten,die stets mit langem Gebet, das der» Aetti«( Hausvater) vorbetet odereinleitet, begonnen und geschlossen werden, bestehen aus dem erstenFrühstück am Mårgåt( 6 Uhr), dem sogenannten Z'nönüessen( Neunuhr-frühstück), dem Mittagmahl, der» m' renda«( Jause), und dem Abend-essen um 7 Uhr. Kaffee und Geissmilch, Käse, Muas( Milchbrei), einmit Eiern und Kirschen bereiteter Schmarrn sind die herrschendenGerichte an Wochentagen. Als Zuthat werden jedoch zu jeder Speisedie Kriasa gegessen, auch zum Kaffee, der leider bei keiner Mahlzeitfehlen darf, deshalb gleich in der Früh für den ganzen Tag bereitetund in einem stattlichen Kübel aufbewahrt wird.
Am» Firtig«( Sonn- und Feiertag) gibt es dann freilich zu Mittagwohl auch Suppe( die vor dem Essen am Teller mit dem» Schmutz«,Rindschmalz, verbessert wird), geselchtes Fleisch mit Salat und dieKüechli mit den hineingebackenen Salbei- und Prominzenblättern. Ge-flügel wird im Bauernhause in frommer Scheu nie geschlachtet undgegessen. Den Durst stillt nicht eben immer Sterollner( Wasser) undZiegenmilch, sondern auch gern der» Kriasnar«( Kirschengeist), derim Hause gebrannt wird und immer vorräthig ist.
Mein Aetti sini Nasa
Focht a scho a z'glasa,Es spiaglat si dri
Der Schnaps u dar Wi.
Im Vorhaus,» der Lauba«, ist vor Allem der grosse Kamin, vondem aus der Ofen im Zimmer geheizt wird, ausserdem enthält esmeist den Trog für Obst und Mehl und solcherlei Geräthe, die man