Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde8 (1902) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
Jahrgang 
8 (1902) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Beiträge über Wohnart und Tracht im Montavonthal in Vorarlberg,

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auf dem Gütschli geruht und empfängt man an Sonn- und Feiertagen,besonders wenn im Winter» die ganz Hûsehr( Familie) dahêmat ist«,Verwandte und Nachbarn mit dem traulichen» Gottwilka« oder» Gottli-kamm«, während man beim Abschied ein» biswahris Gott« oder» BhuetGott nachruft. Diese Zusammenkunft im Hause ist der» Hengert«.Der an die Wohnstube anstossende Raum ist die Schlafkammer,» Garda«. Dieselbe kann sich indess auch im oberen Stockwerk be-finden, und ist dann der Zugang zu ihr manchmal recht versteckt,die Treppe aussen ganz unbemerkbar, einem Kasten eingefügt.

Fig. 4. Geschnitzte Thür in Montavon.

Die dem Wohnzimmer zunächstliegende Schlafkammer gehört immerfür den Bauer, die Bäuerin und die kleinen Kinder; die grösserenoder erwachsenen haben ihren Schlafraum im Oberstock. Das Unter-bett besteht in einem Sack mit Laub gefüllt, von dem zu diesemZweck in der Scheune stets eine grosse Menge angehäuft ist. Eigen-thümlich aber sind die ehemaligen Ueberzüge des Oberbettes,» derBettanzug. Die Leinwand dazu ist nämlich so gewoben, dass sie wieaus vielen handbreiten Querborten zusammengesetzt erscheint, vondenen jede zwei nach der Oberseite geschlagene Reihen kurzer Fransenenthält; ein roth eingelegter Faden trennt die Streifen. Die Polster