Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde8 (1902) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
Jahrgang 
8 (1902) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Beiträge über Wohnart und Tracht im Montavonthal in Vorarlberg.

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Votivbilder, mit welch letzteren auch die Scheunen geschirmt werden.Durch den frommen Sinn des Weihespruches am Hause geht abernoch ein leiser Zug des Aberglaubens, denn an der Hausthür mussstets ein Kranz aus den getrockneten Blüthenköpfen der Orakelblumehängen, damit der Eintretende stets Gutes verkünde.

Das Wohnhaus umfasst den Flur, die Wohnstube, die Schlaf-kammer und Küche sammt dem Holzraum, im oberen Stockwerk noch

Fig. 3. Geschnitzte Thür in Montavon.

einige Kammern. Häufig trifft man auch eine Tischlerwerkstatt, dennder Montavoner weiss mit dem Holz umzugehen, und vielseitig wieer in seinem Können ist, arbeitet er an den langen Winterabendenselbst an der Verbesserung und Verschönerung seiner Heimstätte.Eine alte Montavoner Wohnstube ist denn auch eine wahre Schatz-kammer. Sie ist aus lichtem Holz gezimmert und in die getäfelteDecke ein prächtig geschnitztes Mittelstück eingesetzt. Die Wändetragen ringsum einen in geschnitzter Auflegarbeit ausgeführten Fries;reich geschnitzt sind auch Fensterrahmen und Thüren, deren Gesimse