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Blau.
Der zuckersüsse Saft wurde getrunken, auch Essig daraus gemacht. Den besten Saftaber lieferten die Birken.
8. Carpinus betulus L., Hainbuche, Weissbuche, Hagebuche.( Kommt meinesWissens nicht vor.) Gehören die Ausdrücke: a hoa( n) bejchana R, a boa( n) bejchana N( Bein, oder Volksetymologie?) hieher? Sie bedeuteten einen unverwüstlichen, auch hart-köpfigen Menschen.
9. Corylus Avellana L., Haselnuss, Hoslnussstau( d) n. H: a heeslaras Holz; aheeslana Stäcka( Stock). Gehstöcke mit naturgewachsenem gebogenen Griffe; Fassreifen.10. Crataegus Oxyacintha L., Weissdorn, Mölbia( r) lstau( d) n. H: a mölbia( r) lasHolz. Gehstöcke; die besten Rechenzähne. Aus den stärkeren Kampradzähne in die Mühle;diese sind die besten.
11. Evonymus europaea L., Pfaffenrösel. Nicht bekannt.
12. Fagus sylvatica L., Rothbuche, Bouchcha. H: a bejchchas Holz. Es ist sehrhart und fest. Hartköpfige Menschen: a bejchchana, a b. Hirtsche( d, l. Verwendung:Die meisten Theile des Wagens: Achsen, Langwied, Wederer, Kipfstuhl. Waage, Ort-scheiter manchmal auch Deichseln, zu welchen man lieber Birke nimmt. Radfelgen,Naben oder Haufen, Pfluggrind, die Balken( Stollen) der Egge. Schlägelköpfe, Hacken-stiele( Hocka- haal), Senswarbe, Zähne und Haupt des Rechens ausschliesslich aus Buchen-holz. Kein Tischlerholz, ebenso kein Bauholz, da es der Feuchtigkeit nicht widersteht;es wird bei ihrem Einflusse„ rusch“ und„ der- roscht“,„ da- roscht", das heisst, es wirdröthlich und brüchig.
13. Fraxinus excelsior L., Edelesche, Lo( n) g- eschl(= Lang- Eschel), H: alo( n) g- eschlas Holz. Selten Stiele, Handhaben, Ortscheiter oder Vorschläge; der Bodendes Röthfässchens beim Zimmermann.
14. Juglans regia L., Walnussbaum, Nussbam. H: a nussbama( r) s Holz. Mankennt seine Verwendung zu Möbeln, besitzt aber keine solchen. Nussbäume lässtman stehen und wachsen und tragen. Aus Nussbaumholz macht man die besten Drischel-hauben, die man an den Handstecken gebogen aufnagelt. Geisselstöcke.
15. Juniperus communis L., Wachholderstrauch, Kro( n) widstå( d) n. H: akro( n) wida( r) s Holz. Pfeifenröhren, Geisselstecken, Gehstöcke. Ein schöner kranewiltenerGehstecken braucht mehrjährige Präparation und Hut am Stande. Man schneidet sorg-fältig einer hoffnungsvollen Staude die Seitenäste weg und lässt sie weiterwachsen.Nächstes Jahr wieder. Im dritten Jahre sind die Wunden schön vernarbt; der Stock wirdabgeschnitten, geschält und hergerichtet. Solche Gehstöcke sind sehr zähe, aber auchfederleicht und sehen originell schön aus. Gar oft werden sie dem Pfleger aus dem Waldeweggeschnappt, wenn er sie nicht gut genug durch Strauchwerk maskirte. Auch Drischel-hauben.
16. Larix decidua Miller, Lärche, Leachchabam. H: a leachchabama( r) s Holz.Selten. Möbel, Fensterrahmen, Blindrahmen; man sagt:„ In einen Lärchbaumkasten( Schrank) kommen keine Schaben( Motten)." Brunnenröhren, wasserbeständig.( KärntnerBauernhäuser haben die Dippelwände aus Lärchenholz.)
17. Pinus Abies L., Fichte, Föjda. H.: a fejda( r) s Holz. Am meisten verbreitetneben der Buche. Die Bauernwälder der Gegend sind nur dort, wo aus Nachlässigkeit inder Anpflanzung Birken emporschossen oder wirklich alte Birkenbestände sind, nicht mitihr bestanden. Verwendung universell. Das ganze Haus vom Fussboden bis zum Dach-first. Nur die Keile in den Wänden sind Espenholz. Rechenfurkeln oder-Furtteln, dasStreichbrett des Pfluges, der Ueberschuss des Schiebkarrens, Kransen zur Sense undWachel, naturgewachsene Pflughörner, Schindel, Binder- oder Kufgeschirr, Bretter, Dach-rinnen, Holzschuhe, Drischelstäbe( Handstecken) aus Fichte( in Kärnten aus ElseSorbus torminalis L., die hier ganz unbekannt ist). Die Aeste geben Widen( Bänder).Bei Hirschau und Friedrichsthal sind die meisten Verzäunungen mit Fichten widengebunden. Die Wurzehr geben Kränze zu Kirmen, Reitern( Omreitern in der Scheuer) und