Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde5 (1899) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
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5 (1899) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Ostereier in der Bukowina und in Galizien.

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gelegt werden, auf welche Weise er sich am besten vor übergrossenAuslagen schützen kann. Denn nicht das Steigern der Einnahmenverhindert allein den wirthschaftlichen Rückgang, sondern ganzwesentlich auch das Vermindern und Einschränken der Bedürfnisseund Auslagen. Und in dieser Hinsicht wird der Sparsame, Fleissige,Fähigere und Geschicktere immer auch der Bessergestellte sein undbleiben.

Ostereier in der Bukowina und in Galizien.Von A. C. v. Kochanowski, Wien.

( Mit 21 Abbildungen.)

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Es ist wie in anderen Landen hier Sitte, zu Ostern Eier buntzu bemalen und einander gegenseitig damit zu beschenken, und be-sonders werden dem Pfarrer viele gebracht. Aber wie man bei diesemBauern volke überall der Vorliebe begegnet, alle Gegenstände, die zuseinem Gebrauche dienen, zu schmücken so die Kleider zu sticken,die Holzgegenstände mit Mustern einfacher Weise zu brennen, dieMessingsachen in eingelegter Arbeit zu verzieren, so werden die Eierin kunstreicher Weise gezeichnet und bemalt man trifft oft aufganz feine, geschmack- und stylvolle Zeichnungen. Die Muster ver-erben sich, wie die der Stickereien. Gewöhnlich sind es nur einigeWeiber Glossar ::: zum Glossareintrag Weiber im Dorfe, die sich mit dieser Kunst befassen und darin einewirklich bewunderswerthe Geschicklichkeit haben, welche meist mitfeinem Verständnisse für Farbe und Zeichnung verbunden ist. Manfindet eine gewisse Verwandtschaft im Wesen dieser Bemalung mitden Mustern der Stickereien, der Teppiche, in der jeweiligen Gegend,ja dem Dorfe. So sind die rutenischen Ostereier sehr verschiedenvon denen der Rumänen, und die der Huzulen sind leicht soforterkenntlich an der feinen und charakteristischen Zeichnung und sindüberhaupt die hübschesten und interessantesten.

Es ist mir gelungen, einige typische Exemplare, leider nur auswenigen Gegenden, zu bekommen, welche ich hier in Zeichnungwiedergebe. Aus Galizien bloss aus einer Gegend, die an die Grenzeder Bukowina reicht und die von Huzulen bewohnt wird.

Nach den Aussagen einer Bäuerin, die sich mit der genanntenKunst beschäftigt, habe ich Aufzeichnungen bekommen, die ich hierbei der Beschreibung der gar nicht einfachen Art der Bemalung undZeichnung der Eier benütze.

Die letztere, die Umrandung der Muster, ist immer weiss, alsoder ausgesparte Grund, die natürliche Farbe des Eies. Die feinerenLinien sind meist gelb.

Gewöhnlich ist der Grund roth oder schwarz, mit orangegelbenoder grünen Mustern bei den Rumänen kommt auch die blaue