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Weissenhofer.
weissen haben doppelten Werth erst nach einem Grübchen» scheibt«<, dann jene, welche dasselbe verfehlt haben, mit dem ge-krümmten Zeigefinger» hineinwagt«( wegt, bewegt). Diesem Spieleähnlich ist das» Fisolen thun« oder» Schirgerln«( V. U. M. B.); hierwerden Bohnen nach einem Grübchen geworfen.
Wie man das eben genannte Spiel am leidenschaftlichsten pflegt,wenn es» aber«( mhd. aeber, vergl. apri) wird, d. h. wenn vom Erd-boden stellenweise an sonnigen Plätzen der Schnee weicht, so übtman gar eifrig da auch das» Anmäuerln«( Anmäuern). Bei diesemSpiele sollen an die Wand geworfene Münzen oder Knöpfe mit derVorderseite aufwärts auf den Boden zu liegen kommen. Darauf beruhtder Treffer oder Gewinn. Dasselbe gilt beim» Dipferln«<( Tüpferln, vontupfen), wobei Münze oder Knopf durch starkes Aufdrücken einesFingers an diesem haftend vom Tische emporgehoben werden.( V. U.M. B., um Retz.) Beim» Sankern« empfängt der Spieler von jedem Mit-gliede der Gesellschaft nacheinander einen Knopf oder auch einenKreuzer in die hohle Hand, schüttelt sie in derselben und wirft siezu Boden. So viele mit der Aversseite aufwärts zu liegen kommen,so viele hat er gewonnen( V. U. M. B.). Noch ist endlich wegen dergleichen Gewinnstbedingung auch das» Stöckeln« hier anzuführen;da wird die Münze von einem Pflock durch einen Schlag herab-geprellt.
Das allbekannte» Tischkerln«( Pflockspiel) begegnet man mit wenigAbweichung im V. U. M. B.( um Retz) als» Schnackspiel«<; das ge-schnellte Holzstück heisst hier» Schnackstecken«.
Auf das Schneemannmachen und» Schneeballen«( Schneeball-werfen) im Winter folgt das Ballspiel im Frühling, und zwar imV. O. W. W.( besonders im Oetschergebiete) in der Form des» Ballesterns«. Hier wird der» Ball'n«, von der Mutter aus Kühhaarengeknetet und etwa mit einem alten» Hosenfleck« überzogen, mittelsteines» Waschbloichs«( Waschbleuels) oder was weit schwieriger
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mittelst eines Prügels oder kurzen Stockes in die Ferne ge-schleudert, und zwar oft sehr weit. Zahlreiche andere Ballspiele( darunter Kunstspiele) zeigen keine besonderen localen Eigenthümlich-keiten.
Besonders gern wird gleich im ersten Frühjahr, wo der Bodenweich ist, das bekannte» Schmettern« geübt. Ein an einem Ende zu-gespitzter Holzprügel wird mit solcher Gewalt zur Erde geschleudert,dass er darin stecken bleibt; der ihn schräg treffende Wurf desGegners soll ihn herausschlagen.
Nur kurze Zeit dauern zu Ostern die Eierspiele. Dahin gehörendas» Oarbeck'n«( Eiklopfen),» Einhauen« und» Eiwalgen«. Beimersten» beckt«( peckt, vergl. picken) oder klopft der Spieler zuerstmit der spitzen, dann mit der Kehrseite seines Eies auf die ent-sprechenden Stellen des Eies, welches ein Anderer ihm vorhält. Wessen