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Literatur der österreichischen Volkskunde.
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einen Sumpf hinein, der Teufel hilft ihm heraus, wenn er ihm verschreibt, wovon er zu Hausnicht weiß. Vgl. Kolberg Lud VIII, S. 122 f. Ciszewski Krakowiacy I, Nr. 74. GlińskiIV, 10 f. Bartsch Mär. Mecklenb. I, 98 f. Haltrich D. V. M. Siebenbürg. Nr. 28 u. a.Auf dem Wege zum Teufel trifft der dem Teufel verschriebene Sohu dreißig in einem Teichesich badende Gänse; der jüngsten nimmt er das Hemd. Es waren die Töchter des Teufels. Mitihrer Hilfe löst er die vom Teufel auferlegten Arbeiten. Vor der Flucht spuckt die Tochter desTeufels auf die Thür, der Speichel spricht an ihrer Stelle. Vgl. Kolberg Lud VIII, S. 57,Gliński I, 106. Chudjakov II, S. 81, 84. Šejn II, 292. Sbornik material. Kavkaz. XVI, Abth 1.S. 304.( drei Kügelchen statt des Speichels). Auf der Flucht verwandelt sich das Mädchenin eine Kirche, der Prinz in einen Priester und das Pferd in das Pfarrhaus. Der Teufel holtsie ein, erkennt sie in dieser Verwandlung, aber hat keine Macht mehr über sie.
Nr. II.< Der in ein Pferd verwünschte Schwager des Königs.» EinBursche dient bei einem Zauberer; in dem letzten verbotenen Zimmer findet er ein Pferd, ent-flieht mit ihm, wirft hinter sich einen Stein( daraus Felsengebirge), einen Dornzweig( daraus einundurchdringlicher Wald), eine Flasche Wasser( daraus ein See). Vgl. Grinčenko, Etnograf. Mater.I, 168 f. Strohal S. 102 f. Revue des trad. popul. IX, S. 171 f.- Der Held tritt in könig-liche Dienste, hilft dem König im Kriege, wird sein Schwiegersohn, zum Schluss wird der in dasPferd verwünschte Prinz erlöst, er war des Königs Schwager und Nachfolger.
Nr. 12.« Von der verwünschten Ente.>> Eine arme Müllerstochter fieng einsilbernes Fischchen. Dieses verspricht dem Mädchen viel Geld und goldene Haare. Der könig-liche Prinz freit sie. Die Stiefmutter des Prinzen verdrängt die junge Königin, verwandelt sie ineine goldene Ente und schiebt die eigene Tochter unter. Die Version ist jedenfalls verdorben, essoll heißen die Stiefmutter der königlichen Braut. Vgl. Kolberg Lud. VIII, S. 55. Gliński I,196 f. III, 103 f. Erben, Slov. čítanka S. 86 f.( Oberlaus.) Kuliš Zapiski24 f. Sbornik mater. Kavkaz. XVI, Abth, 2, S. 191 f.
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južnoj Rusi II,
Nr. 13.« Ruhe den Todten.>> Ein Trunkenbold ladet die Todten auf Klösse.Vgl. Ztschr. f. öst. Vk. I, 187. Befreit wird er auf Anrathen des Pfarrers, bereitete für dieTodten Wein in einem Kelch vor, jeder Todte benetzte seinen Finger im Wein mit demchristlichen Gruße,
Nr. 14.« Jagnisia»( Agnes). Aschenbrödel. Die prachtvollen Kleider bekommtdas Mädchen von zwei Vöglein, die auf den aus dem Grabe der Mutter hervorgewachsenenBäumen saßen. Das Pantöffelchen haben nach einander die Stiefschwestern angezogen. Der Prinzführt sie nachhause, wird von den Vögelchen, als er beim Friedhof vorbeifährt, auf seinen Irr-thum aufmerksam gemacht.
Nr. 15.
« Der Drache und drei königliche Prinzessinen.» Drei Prinzessinensollen einem Drachen geopfert werden, ein Rastelbinder befreit sie. Der Zigeuner Glossar ::: zum Glossareintrag Zigeuner, der sie zumDrachen fuhr, legitimiert sich als deren Befreier durch die Drachenzungen. Dennoch wird derRastelbinder von der jüngsten Prinzessin, als er sich meldete, als der wahre Befreier erkannt undals Bräutigam begrüßt. Der Zigeuner Glossar ::: zum Glossareintrag Zigeuner entfloh.Prof. Dr. G. Polívka.
11. Heimatkunde des politischen Bezirkes Plan, verfasst von Georg Weidl,Volksschullehrer, Med. Dr. Michl Urban, Stadtarzt, Ludwig Hammer, Bürgerschul- Director.Herausgegeben von dem Plan- Königswarter Bezirksleseverein. Plan 1896, Holub; 8º, 611 S.
Das verdienstvolle Buch zerfällt eigentlich in zwei Theile, von denen der erste den ganzenUmfang des Bezirkes, dessen Lage, Grenzen, Bodenbeschaffenheit, Gewässer, Klima etc. betrifft,während der zweite( S. 294 bis zu Ende) die Topographie enthält, also die verschiedenen Gerichts-bezirke und in jedem derselben die einzelnen Ortschaften aufzählt und beschreibt. Dem Bucheist eine fleißig gearbeitete Karte des politischen Bezirkes Plan( 1 cm= 750 m) beigegeben;zahlreiche Abbildungen führen dem Beschauer Ansichten von Ortschaften, einzelnen Gebäuden,das Interieur der St. Anna- Kirche in Plan¹) u. a. vor Augen. Der volkskundlichen Seite ist ein-gehende Aufmerksamkeit gewidmet. Dahin gehört gleich der Abschnitt« Land- und Forstwirtschaft>>S. 67-77, wo wir mit den Erwerbsarten der Bevölkerung, vorzugsweise Acker- und Gartenbaunebst Viehzucht, bekannt werden. In dem Abschnitte« Verwaltung, Steuerwesen» interessieren den
¹) Die, wie wir die Herren Verfasser aufmerksam machen möchten, in einem schönenund edlen, aber doch keineswegs< romanischen» Style( S. 382) erbaut ist.