Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde3 (1897) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
Jahrgang 
3 (1897) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Literatur der österreichischen Volkskunde.

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Nr. 2.« Vom dummen Mädchen.>> Es weint, weil es zwar einen Freier, abernoch keine Wiege hat. Der Freier geht in die Welt, findet er einen so dummen Menschen, soheiratet er sie. Vgl. Šejn Nr. 36. Romanow III, S. 418 f. Dobšinský H. 8, S. 3 f. Gittéeet Lemoine, Contes du pays Wallons S. 83. Sebillot, Contes des pays. et d. pêch. S. 239.Šapkarev Blgar. nar. prikazki Nr. 46, 47.

Nr. 4.« Von drei Hulanen.> Unter dem Fenster einer königlichen Prinzessinsprechen drei Hulanen; der erste wünscht mit dem König zu speisen, der zweite 500 fl. vomKönig zu bekommen und auf Urlaub geschickt zu werden, der dritte endlich mit der Prinzessineine Nacht in einem Zimmer zu schlafen. Der König erfuhr davon, ließ sie rufen und gewährteihnen ihre Wünsche. Er ließ zuerst den ersten zum Speisen rufen, und über den Tisch ließ ereinen Säbel an einem Haar aufhängen. Der Hulane hat aus Angst kaum das Ende des Mahlesabgewartet und will fliehen. Der König belehrt ihn, so angenehm sei sein Leben, er könne kaumaus einem Zimmer in das andere gehen ohne Verrath zu fürchten( die bekannte Sage vomDamokles- Schwert). Auch dem zweiten Hulanen erfüllte der König den Wunsch, doch darf erdurch vier Tage nichts essen. Auch dem dritten bewilligte er sein freches Verlangen, belehrtehiebei die Prinzessin, sie solle auf jede Frage dem Hulanen« nein» antworten. Aber geradedieses<< nein» brachte den Hulanen zum Ziel. Es ist dies eine alte Anekdote, die auch ander-wärts erzählt wird, z. B. Marc Monnier, Contes pop. en Italie S. 248.

Nr. 5. Vom Bauer, der seinem Weib Glossar ::: zum Glossareintrag  Weib gehorsam war.» Vom untreuen Weib Glossar ::: zum Glossareintrag  Weib,das mit einem Wachtmeister durchgieng; der verrathene Mann helt sie ein, vom Manne als ver-meintlicher Dieb gehängt, vom Freunde belebt durch ein Blatt, das jenem einst in einer Kirchevom Himmel auf das Gebetbuch fiel. Durch dieses ruft er die Königin zum Leben zurück. Vgl.Grimm K. H. M. Nr. 16 Cosquin II, Nr. 82 S. 342 f. Živaja starina V( 1895) S. 419 f.hiezu die Bemerkungen A. Wesselofsky's im Žurnal min. nar. prosvěšč. Bd. 250 S. 297 f. KuldaIII, S. 231 f. Archiv. f. slaw. Phil. XIX, S. 242 zu Kulda IV Nr. 11. Sbornik mater. Kavkaz.XVI, Abth. I, S. 309 f.

Nr. 6.« Vom Schmiede.>> Greise zu Jünglingen umgeschmiedet. Dem Schmiedehilft ein als Geselle verkleideter Teufel, weil der Schmied in seiner Werkstätte einen Teufelaufmalte und täglich quälte. Vgl. Sbornik materialow Kavkaz. XIII, Abth. 2, S. 27 f. Nr. 2Karłowicz Podania i bajki lud. na Litwie Nr. 39, 58. Kolberg VIII, 97 f. Ul. Jahn, V. M.aus Pommern u. Rügen. Nr. 48 O. Knoop, Volkssagen aus Hinterpommern S. 203 Nr. 8. Žytje iSlovo 1894, II, S. 182 f. Nr. 11. Aug. Gittée, Contes pop. du pays Wallon S. 76 f. Jahrbuchrom. und engl. Lit. VII, 28 f. Sumcov, Malorus. sovrem. etnografia I, 102.

Nr. 7. Von den Feigen.»> Wer der kranken Prinzessin Feigen bringt und siegesund macht, bekommt sie zur Frau und das halbe Königreich dazu. Der jüngste von dreiBrüdern trifft es mit Hilfe eines Bettlers, mit dem er seine geringen Vorräthe getheilt hat. DerKönig legt ihm noch eine weitere schwere Aufgabe auf, er soll 300 Hasen hüten. Vgl. Ztschr.f. öst. Vk. II, 188.

Nr. 8.

« Der Teufel als Brautwerber.» Der Teufel verheiratet einen armenTeufel mit einem reichen Mädchen, weil er jeden Abend vor seinem Bild eine Kerze anzündete.Vgl. Kolberg, Lud VIII, S. 150 f.

Nr. 9.« Der goldene Ring.» Hund und Katze finden ihrem Herrn den Zauberringwieder, und durch den lässt sich dieser seine entführte Frau sammt dem Palast und ihrem Ent-führer aus der Ferne bringen. Vgl. Kolberg Lud III, S. 141 f. Zbiór wiad. antropol. XVI,Abth. 2, S. 44 f. Gliński II, 108 f. Romanov III, S. 345 f. Dobrowolskij Smol. Sbornik I,S. 607 f. Erlenvejn S. 28 f. Chudjakow I. S. 37. Šejn II, S. 15 f. Slovenské Pohlady 1896,H. 4, S. 226 f. Sbornik material. Kavkaz. XV, S. 182 f. Krauss, Märchen u. Sag. d. Südslaw.II, 165 f., Zbornik za nar. život i običaje južnih Slavena I, S. 128 f. Archiv f. slaw. Phil. V,S. 26 f. u. a.

Nr. 10.

< Die Handschrift.» Ein König trinkt aus einem Brunnen, wird vomTeufel beim Bart gefangen, und erst losgelassen, nachdem er ihm versprochen hat, ihm dasjenige,wovon er zu Haus nicht weiß, zu geben. Vgl. Athanasjev V, S. 132 f. Chudjakov I, 58, f.,60 f. Dobrovoljskij I, S. 99 f. Gliński I, 98 f. Rudčenko I, 115 f. Grinčenko, Etnograf.mater. I, S. 159 f. Sbornik mater. Kavkaz. XVI, Abth. 1, S. 295 f. Karłowicz Podania lit.Nr. 44. Strohal Hrvat nar. pripov. S. 66 f. Nr. 10. Kaum war der König frei, fuhr er in

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