Kleine Mittheilungen.
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113. Man glaubt, dass jenes Haus, in welchem die Kinder Speisereste für spätere Zeitaufbewahren, verarmen werde.
114. Wenn sich bei Jemand beide Lippen bewegen, so wird er mit einem Unbekanntenin Streit gerathen.
115. Träumt Jemand vom Feuer, so wird er am nächsten Tage Prügel bekommen oderdraußen wird Sonnenschein sein.
116. Träumt ein Mädchen schöne Tage mit Sonnenschein, so wird sie einen Junggesellenheiraten, träumt es aber vom Mond, so bekommt es einen Witwer zum Mann.
117. In jenem Hause, wo ein kleines Kind ist, soll man abends die Vorhänge anden Fenstern herunterlassen, damit nicht das Weinen durch's Fenster über das Licht und Kindins Zimmer komme und das Kind dann ununterbrochen weine.
118. Wenn die Braut während der Trauung dem Bräutigam auf den Fuß tritt, dann
wird sie als Frau das Regiment im Hause fübren.
119. Wenn Jemand von ausgebreiteter Leinwand träumt, so glaubt man, dass er nirgendswohin reisen werde, träumt er aber von zusammengerollter Leinwand, so wird er am Reisenverhindert sein.
120. Stirbt in einer Familie das erstgeborene Kind, so wird dieselbe kein Glück haben.121. Bindet sich bei Jemand ein Strumpf- oder Sockenband los, so steht ihm eine Ver-legenheit bevor.
122. Zieht sich Jemand für eine Unterhaltung an und sticht sich dabei mit einer Spen-nadel, so wird er Eroberungen machen.
123. Wenn ein Mädchen ein Zimmer auskehrt und diese Arbeit unterbricht, so glaubtman, dass man es mitten im Tanze im Stich lassen werde.
124. Wenn Jemand auf dem Wege einem Priester begegnet, so hält er diese Begegnungfür ein schlechtes Vorzeichen, glaubt aber, dass er die Folgen derselben durch Nachwerfen einerNadel, von Stroh etc. abzuschwächen vermag.
125. Wenn ein Todter zur Mittagszeit beerdigt wird, so wird dessen Seele hinreichendesLicht auf dem Wege zum Paradiese haben.
126. Wenn Jemanden dünkt, dass er gerufen wird, so wird dies dahin vorbedeutet, dasssein Ende nahe bevorstehe.
127. Man glaubt, dass, wenn Jemand hinter dem Rücken eines Zweiten isst, ersterer dicKraft des letzteren aufesse.
128. Wenn die Haushunde ein Geheul erheben, so verkünden sie die Öde, welche durchden Tod des Hausherrn eintreten wird.
129. Wenn sich im Herbste die Rabenkrähen auf den Feldern niederlassen und dieErde mit dem Schnabel fortwährend bearbeiten, so ist es ein Zeichen, dass es schneien wird.130. Im Frühjahre, nach dem Maisanbau, wird der Ofenschieber nicht zugeschoben,denn sonst würde der Mais viel Kohle( Brand) ansetzen.
131. Man glaubt, dass es nicht gut ist, wenn die Kinder durch Sieb oder Reuterschauen, denn dann würden sie schielen.
132. Wenn in einem Zimmer sich Stroh befindet und dasselbe zufällig kreuzweise steht,so glaubt man, dass in jenem Hause Jemand sterben werde.
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Wenn Jemand über das in einem Zimmer kreuzweise stehende Stroh schreitet,ohne das Strohkreuz mit dem Fuße zu zerstreuen, so glaubt man, dass jener bald sterben werde.134. Fällt in einem Hause zufällig ein Heiligenbild von der Wand, so zeigt dies an,dass Jemand aus jenem Hause sterben werde.
135. An den Heiligenabenden der Winterfeiertage werden zwei Brote, Salz, Fisch,Weizen und ein Glas Wasser auf den Tisch gestellt im Glauben, dass in der Nacht verstorbeneFamilienangehörige kommen und von jenen Speisen essen.
136. Man glaubt, dass, wenn es den ganzen Tag hindurch umwölkt war und geregnethat, abends aber die Sonne vor dem Untergange roth erscheint, das Regenwetter längere Zeitandauern werde.
aufhören.
137. Wenn eine schwangere Frau Mohn iẞßt, so wird ihr Kind eine weiße Haut haben.138. Erscheint während des Regens ein Regenbogen am Himmel, so wird der Regen