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Kleine Mittheilungen.
c) In Bezug auf das Bild: I. Stellung desselben zur Inschrift, Format derBildfläche; 2. genaue Wiedergabe des Inhalts der bildlichen Darstellung, insbesondere An-gaben) ob der Unfall als solcher dargestellt oder nur der Verunglückte abgebildet ist, p) ob derVerunglückte durch ein über seinem Haupt schwebendes, rothes oder schwarzes Kreuz kenntlichgemacht ist, y) ob und in welcher Darstellungsweise, Gruppierung und Haltung, mit welchenkennzeichnenden Attributen die drei göttlichen Personen, Maria, Heilige, Engel oder auch der Todauf dem Bilde auftreten, d) ob in dessen unterem Theil die« arme Seele» des Verstorbenen oderüberhaupt das Fegefeuer abgebildet ist; 3. eventuelle Anmerkungen über Technik, Perspectiveu. s. w. und solche Umstände, welche das Alter des Bildes beurtheilen lassen.
d) Zur Erklärung von Bild und Inschrift: I. sachliche Erklärungen aus derBeschaffenheit der Örtlichkeit, aus Volksbrauch und Redeweise der Gegend, sprachliche Er-klärung localer Ausdrücke etc.; 2. Auskunft über die Beziehungen des Bildes und derInschrift zu solchen, die auf anderen Marterln oder sonstigen Gedenk- und Grab-malen vorkommen. Heiligentypen und Attribute, Gruppierungen, Redewendungen, Gedanken-gänge, Anschauungsweisen etc., die auf Grabkreuzen, Sühnkreuzen, Kreuz- und Gedenksteinen,Leichenbrettern, Gedenkblättern, Votivtafeln, Bildstöckeln, Todtenresten, Kirchenbildern, Armen-seelentafeln u. s. w. in der gleichen Gegend, namentlich an datierten öfters begegnen, sindzum Vergleich heranzuziehen; 3. Sagen und Überlieferungen, die sich auf die Marterln undihre Entstehung beziehen.
Volksglauben der Rumänen in der Bukowina.Gesammelt von Demeter Dan, Straża( Bukowina).( Fortsetzung.) ¹)
96. Eier und Äpfel soll man niemals auf die Reise mitnehmen, denn sonst müsste die-selbe unglücklich enden.
97. Am Freitage soll sich ein älteres Mädchen niemals die Nägel schneiden, denn manglaubt, dass sie sonst nie heiraten werde.
98. Wenn der Maisbrei(« Mamaliga») aus dem Kochgefäß auf die Platte verschüttet wirdund sich in zwei Theile theilt, so wird ein Familien- oder Hausgenosse aus dem Hause scheiden.99. Gehen alle auf den Tisch aufgetragenen Speisen auf, so wird schönes Wetter sein.100. Wenn sich Jemand zufällig einen Finger zwischen Thür und Pfosten eindrückt, so
wird an das Ankommen von Gästen geglaubt.
101. Bewegt sich Jemandes linke Augenwimper, so glaubt man, dass er weinen werde.102. Wenn sich bei Jemandem das rechte Augenlid bewegt, so heißt es, dass er einegroße Freude erleben oder eine gute Nachricht erhalten werde. Vgl. Nr. 26.
103. Hat Jemand Sausen in einem Ohre und verlangt er, dass man errathe, in welchemOhre es saust und erräth dies Jemand, so glaubt man, dass Letzterer dem Ersteren zugethan ist.104. Wenn ein Mädchen den Mohnverreiber ableckt, so glaubt man, dass es einen kahl-köpfigen Mann bekommen werde, thut dies aber ein Knabe, so wird er eine solche Frau heiraten.
105. Bewegt sich Jemandes Stirn zwischen den Brauen, so wird er Vermögen gewinnen.106. Man glaubt, dass es gut ist, einen Ameisenhaufen zu zerstören, damit das Brot imBackofen schön wachse.
107. Jene Kinder, die im Regen bloßköpfig herumgehen, werden wachsen.
108. Um während einer Feuersbrunst die benachbarten Häuser vor Feuer zu schützen,soll man sie mit dem Jordanslichte umkreisen, worauf sie feuersicher werden.
109. Es soll gut sein, sich öfters abwägen zu lassen, denn dadurch wird man vor an-steckenden Krankheiten, verschiedenen Ausschlägen und Zaubereien gefeit.
110. Man glaubt, dass über einen, der Schlucken hat, im selben Augenblicke gesprochen wird.III. Wenn Jemand Schlucken hat und an jene Person denkt, die über ihn spricht, mussdasselbe aufhören.
112. Um das Schlucken aufhören zu machen, soll man ein Haar aus der Augenwimperherauszupfen.
1) Siehe diese Zeitschrift II, 250, 284.