Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde2 (1896) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
Jahrgang 
2 (1896) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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104

Renk.

Statt Papier a Sagmeahl,Wie kannt dös schoan?

Novis.

127. In Unterland unt' i

139. Drauẞn im grüanen WaldSitz'n zwoa Hasn,

Fressen den grüanen Klee

Bis auf'n Wasen,

Is a naglnuis Haus;

Da kriech drei Schneider

Fressen den grüanen Klee

Durch a Hennenloch aus.

Novis.

Bis auf die Zweige;

128. Drobn aufn Bergl

Schatzl, wenn d' mi nit magst,Noar lass es bleibe.

Patznaun.

Tanzen zwei Zwergl,

Tanzen so rar,

Wenn i dabei war!

Patznaun.

129. Drobn auf'n Berg

Sitz a schneeweißer Hahn;

140. Wenns amol Samstig war,Sunntig wars glei;Aber bis es Samstig ist,Dös dauert a Weil.

Patznaun.

Er hat mi wolln fressn,

Hats Maul schon aufthan.

Patznaun,

130. Wer an Schnaps im Glasl hat,

Soll mi kosten lassen,

Trink amal, trink amal,

Kimmts zu mir a!

141. Nix ist mit der Wix, ³)Wenns Rädl nimmer lauft;Probiert und studiert

Unds Röckl verkauft!

Patznaun.

131. Es fällt die Kuh von Dach herab,

Es fällt die Kuh von Dach;Wenn mans Liedl nit weiter kann,So fangt mans wieder von vorne an.

Patznaun.

142. Drei Wochen vor OsternGeaht der Schnea halt aweck,Und drei Wochen nach Pfingsten

Ist mei Schatzl verreckt,

Palznaun.

143. Hopsasa, Lederfleck,

Oberinnthal.

Heut ist mei Schatz verreckt;

Palznaun.

132. I und mei Alte

Mir haus'n nit übel,

Wenn mir kon Schmalz nit hamm,

Scheiß'n mr'n Kübel.

Navis.

133. I bin a frisch Bue

Frisch wie a Fisöl,

Zun Spitzmannle fochn¹)

Bini a Mandl wie d' Höll.

Eben.

134. Der Branntwein is guat,

Wenn man' n einbrennen thuat;

Wenn man woazes Meahl nimmt,Werd der Bauch so schie lind.

Eben.

135. In Unterland unten

Is a stoanalte Frau,

Hat an Knopf auf der Seiten,Steaht fünfazwanzg dran.136. Var. Steaht Luederviech dran.

Patznaun.

Oberinnthal.

War er nit ganz verreckt,Hatt' i' n in Ofen gsteckt!144. Drei Ripp und drei RappUnd drei Federl am HuatSteaht ihm saggerisch guat!

Patznaun.

Äpfel stiehlt und frisst'n nit,145. Wer anWer a Dian liebt und küsst sie nit,Wer ins Wirtshaus geht und trinkt koanWein,

Muess a rechter Patzenlüppel sein.

Lechthal- Brixlegg.

146. Mei Vater ist a Klosterfrau,Mei Muetter a Student,Mei Brueder ist a KellnerinZ' Hall auf der Länd.

147. S Rössle thien mr bschlagn,

Af Holl achefohra,

Um a Fassle Salz,

Ins Ötzthal um a Schmalz,

Brixlegg.

137. Hellauf( ist) und bairisch, 2)Grüan scheiß'n die Gäns;Tiroler sein brave Leut,

Die Schwobn sein Schwänz.

138. I woaẞ nit, wer mei Vater ist,

I woaß nit, wo i hear,

Oberinnthal.

Af Füesse um an Kearn;Dös isst mei Büeble gearn.

Nassereit.

148. Gestern auf d' NachtHabia Hennensteig gmacht,Hab a Bullai drei thu,Dassia a Freud hu.

Eben.

Man hat mi auf der Straße gfundn,Für a Bröckl Schmear.

Patznaun.

1) fangen. 2) Statt der Landesfarben: Blauweiß, wie eine Variante belegt, sagte man< hellblau und später missverständlich: Hellau!

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3) Binnenreime.