Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde2 (1896) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
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2 (1896) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Fischer.

wegs Bauern und wenige von ihnen sind in glücklichen Verhältnissen,da der Boden zumeist verkarstet ist. Die Ortschaften erinnern in ihrerSituation häufig an etrurische Städtchen, die gewöhnlich den Gipfel einerkleinen Anhöhe krönen. Als typisches Beispiel hiefür sei hier( Fig. 2)

das Städtchen Albona abgebildet.

Das Haus. Die Wohnung der Tschitschen zeichnet sich durchäußerste Anspruchslosigkeit aus, namentlich in jenen vereinzelt stehendenHäusern außerhalb der Dörfer. Die Bebauung des Landes und die Vieh-zucht, namentlich die Schafzucht, nimmt Mann und Frau gleichviel in An-spruch. So spielt im Hause der Stall die Hauptrolle, für Küche und

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Fig. 8. Töpfe und Wasserschöpfer der Tschitschen.

Stube bleibt dann wenig Raum. Die Häuser sind aus Stein gebaut undzumeist nicht beworfen( Fig. 5). Die besseren Häuser und jene dergrößeren Ortschaften nehmen italienischen Charakter an. So ist dies inFig. 7 abgebildete Küche dieselbe, wie wir sie in italienischen Häusernin Istrien finden.

Die innere Einrichtung des Hauses ist, da der Tschitsche aus-schließlich Landmann oder Kohlenbrenner ist, selten eigenes Erzeugnis.Die Töpferwaren, welche man vorfindet, sind im ganzen Lande fast die-selben und häufig von weit her importiert; was halbwegs volksthümlichist, stammt wie die Schüssel aus Reifnitz in Krain, die Schale aus Ser-mino( wie die in Fig. 8 ab abgebildeten Gefäße).

Eigenes Erzeugnis ist der in Fig. 8 c abgebildete Holzlöffel zumWasserschöpfen.

Wer Tschitschen aus der Umgebung von Triest, ausServola und den nächstliegenden Dörfern sehen will, der braucht nurnach Capodistria zu gehen und sich den Markt zu besehen.( Fig. 9.) Dakommen namentlich die Frauen mit Milch und Obst mit ihren schwerbepackten Eseln zu Markte, um die Milch aus Blechkannen zu verkaufen.