Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde2 (1896) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
Jahrgang 
2 (1896) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Die Tracht der Tschitschen.

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Ich will durch diese erste Veröffentlichung zeigen, wie ich mir denke,dass ein Costüm wissenschaftlich dargestellt werden soll, Dabei handeltes sich nicht nur darum, das Costüm in allen seinen Details zu schildernund dabei Rücksicht auf die historische Entwickelung desselben, sowie aufdie Ornamentik, welche darin vorkommt, zu nehmen, sondern es ist auchsehr erwünscht, gleichzeitig zu zeigen, wie diese Menschen wohnen, wiesie in den verschiedenen Lebensphasen variieren. Man soll beispielsweisezeigen, wie diese Menschen im Hause, bei der Arbeit, an Festtagen sich

Fig. 3. Frau von Dignano.

Fig. 4.

Mandriere mit Pelzmütze.

kleiden oder wenn bei besonderen Gelegenheiten eigene Gebräuche in derKleidung vorkommen. Man soll Rücksicht nehmen auf die Keramik,Textil- und andere Industrien, denn alles hängt ja zusammen und vervoll-ständigt das ganze Bild. Auch der Mensch als solcher darf nicht ver-gessen werden; Photographien sind in diesem Falle sehr wichtig, nament-lich wo es sich darum handelt, die Physiognomien zu zeigen.

Wenn ich in diesem ersten Hefte auch lange nicht so gründlichsein konnte als ich gewünscht hätte, so hoffe ich doch, dass das Fehlendenachgeholt werden kann, und bin überzeugt, dass diese erste Arbeit,einmal unter den Mitgliedern unseres Vereines bekannt, viele derselben zur