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Fischer.
Fig. 1.
Mandrierenfrau.
Die Tracht der Tschitschen.
Von Ludwig Hans Fischer, Wien.
( Mit 34 Abbildungen.)
Es war schon lange mein Wunsch, dieVolkstrachten unseres Vaterlandes,welche unter unsern Augen sichtlichzu verschwinden drohen, endlich wissen-schaftlich fest zu halten und zu publi-cieren. Im Allgemeinen wird ja über-haupt die Costümkunde noch immersehr oberflächlich, um nicht zu sagen:dilettantenhaft behandelt. Was an Ma-terial für moderne Costüme vorhandenist, scheint mir gerade gut genug, umein Costüm für einen Maskenball dar-nach zu schneidern. Die allgemeinenCostümwerke, selbst die besten, leiden daran,dass sie die Costüme aller Zeiten und aller Völkerbehandeln und daher von Vornherein zu einergewissen Oberflächlichkeit verurtheilt sind.
Sammelt und publiciert man doch von den entlegensten Völker-schaften die unbedeutendsten Dinge und weiß sehr gut den hohen wissen-schaftlichen Wert der ethnographischen Sammlungen zu schätzen, aber andas nächstliegende, an uns selbst, denken wir zuletzt.
Fig. 2. Ansicht des Städtchens Albona,
Dem« Verein für österreichische Volkskunde» scheintes vorbehalten gewesen zu sein, endlich auch hierin kräftig einzugreifen,und er beginnt mit einer Publication, die hoffentlich anregend wirkt, sodass mit der Zeit die heute noch vorhandenen Volkstrachten in Österreichalle festgehalten werden,