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v. Kralik.
Üwagång m., Üwagang1 n. Redensart: Dös is no" a Üwagång,a Uwagangl von schlimmen Dingen, wenn sie nur von kurzerDauer sind. Sieh Stald. I., 422; bei Schm. I., 54' das Übergängleinbald vorübergehender, nicht andauernder Regen, auch Zorn,Krankheitszustand etc.üwa" düwa adv., über und über, sehr häufig gebraucht, bezeichnet, dasssich irgend etwas übers Ganze erstreckt; in manchen Fällen: ganzund gar, in anderen überall. Ea is üwa" düwa neks weart.Da Himml is üwa'düwa schwåarz. Mia is üwa" düwaneant recht, wenn man sich im allgemeinen unwohl fühlt. Üwa"-düwa höin sagt man, wenn das Vieh nach der Ernte überall weidenkann. Vgl. übentübe bei Schm. I., 15.
wårtn v., in der Sprache der Bäuerinnen: mit den Händen frühmorgens,wenn die Hühner aus der« Häi" asteigh» gelassen werden, fühlen,ob sie am Tage ein Ei legen werden. Af- wårtn v., bei der hl.Messe den Priester bedienen, ministrieren. Afwårt- Bou, Ministrant.Widag'spül n., das Gegentheil; ebenso schweiz. Stald. II., 449; vgl.Adelg. IV., 1524.
witzi, witzigh adj., klug, verständig. Dös Kind is witzi; ebensoschweiz., Stald. II., 456, bair. Schm. IV., 207; vgl. Lex. 259, Schmid 536.Zansl n., der Leitstrick oder Leitriemen des Fuhrmanns. Das Wortist zusammengezogen aus: Zaumseil.
Zäa abraut n., das ländliche Mahl, zumeist aus Brot und Butter be-stehend, der Arbeiter am Vormittage. Schweiz. Neunibrot, Stald.II., 236.
zwifooch in: zwifooch gäih", von Menschen, die vom Alter ganzgebückt gehen, oder auch, wenn man vor Schmerz sich krümmend,gebückt gehen muss. Vgl. Stald. II., 486.
Zwinga f, ein tiefgelegener, enger Weg, ein enges Thal. Schweiz.Zwingi n., Stald. I., 324.
Die Bevölkerung am„ Záhoří“ in Mähren.
Von P. Franz Přikryl, Soběchleb.
( Schluss.)
Zu Pfingsten stellen junge Mädchen Lindenzweige³) in einemGefäße mit Wasser in die Stube. Ist der Zweig am Dreifaltigkeitssonntagaufgeblüht, so glauben sie bald zu heiraten.
¹) Die Linde( wie auch die Buche) steht noch jetzt in hoher Ehre. Die meisten Dörfersind mit alten Lindenbäumen geziert. In Soběchleb, dessen Dorfplatz ehemals ganz mit Lindenbepflanzt war, stehen noch neun Lindenbäume; die übrigen wurden nach dem Brande gefällt undlieferten das Holz zu den Einrichtungsstücken der Wohnstuben einiger Bauernhäuser. Leipnik( Lipník) hat seinen Namen von Lípa( Linde). Der Stadtplatz ist in Form eines L angelegt.Auch die Heiligenbilder sind zumeist an alten Linden und Buchen angebracht. Die Holzkreuzebei den Dörfern sind nur aus Buchenholz.