Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde49 (1944) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
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49 (1944) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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angewachsenen Diapositivſammlung entsprechend an. Auch wurde der Beſtandunserer Zeitschrift von ihm nenerlich gesichtet und aufgeteilt.

Auswärtige Vorträge hielt der Direktor des Museums Prof. Dr.Arthur Haberlandt über heimatliches Werkschaffen auf Lehrgängen in Buaimfür Lehrkräfte, in Türniß bei Lilienfeld für Jugendführer aus dem Südosten,in Waidhofen a. d. Ybbs für Fürsorgerinnen von Niederdonan, über Brauchgutzu den Lebensfeiern auf einer Reichslehrgemeinschaft in Niedorf bei Gnesen( Warthegan). Zu einem wissenschaftlichen Vortrag über deutsche und südoſt-europäische Volkskunde, bei dem außer dem Geschäftsträger des AuswärtigenAmtes und den Vertretern von Partei und Wehrmacht auch der Herr Unter-richtsminister von Serbien und sein Amtsvorgänger, ferner der Rektor derUniversität Belgrad und eine Anzahl fachlich interessierter Prosessoren sowie derDirektor des Ethnographischen Museums anwesend waren, wurde Prof. Dr.Arthur Haberlandt über Einladung von Dr. Schinaus, dem Leiter des deutschenwissenschaftlichen Instituts nach Belgrad entsendet. Auch nahm er an der Gr-öffnung des Instituts für deutsche Volkskunde der Hohen Schule in Rein beiGraz feil.

Die Mitgliederbewegung hielt sich in den üblichen Grenzen. Allzu frühschied aus einem arbeitssrohen, ausbauenden Schaffen unser forrespondierendesMitglied Prof. Dr. K. Hahm, Direktor des Museums für deutsche Volkskundein Berlin nach längerem Leiden im Frühjahr dahin. Von unseren Mitgliedernverstarb soweit bekannt Herr W. Fielhauer. In aller Stille verschiedStudienrat Dr. Frizz Boehm, der langjährige Schriftleiter der Zeitschrift fürVolkskunde in Berlin, die ihm vor allem den beachtlichen Ausbau ihrer Buch-besprechungen verdankte. In Dr. Günther Otto erlitt den Heldentod einjunger, hoffnungsvoller Fachkollege, durch den die städtischen Kunstsamm-lungen in Breslau in furzer Zeit eine ebenso ansehnliche wie sachkundliche Be-reicherung ihrer Abteilung für Volkskunde und Volkskunst erfuhren. Mit Prof.Heinrich Reichel, Graz, ist ein um die Förderung der Volkspflege be-sonders verdienter Gelehrter aus dem Leben geschieden, der dem Verein fürVolkskunde in Wien in den Anfängen seiner Bemühung um die Pflege derFamilienforschung in der Ostmark tatbereit zur Seite stand. Ihnen allen bewahren wir ein ehrendes Gedenken!

Neu erwählt wurden zu korrespondierenden Mitgliedernvon der Jahresversammlung die Herren Prof. Dr. Milovan Gavazzi, Agram,Prof. Dr. Béla Gunda, Budapest, Prof. Dr. Walter Kuhn, Breslau, DirektorDr. Wilhelm Peßler, Hannover. Im Anschluß an die Versammlung ſprachProf. Dr. Arthur Haberlandt über Die Auswirkung der volkstümlichen deutschen Möbelmalerei im Osten". Die Wiener Zeit-schrift für Volkskunde" konnte im bisherigen Umfang aufrecht erhaltenwerden. Das Generalregister liegt so gut wie fertiggestellt für die bisher_er=schienene Reihe vor und soll das Erscheinen des 50. Jahrganges einbegleiten.Für die einſichtsvolle Förderung aller Museumsangelegenheiten in drangvollerZeit danke ich dem Generalreferat für staatliche Kunstförderung, namentlich denHerren Ministerialvat Dr. Schönauer, Hofrat Dr. Lorenz und Dr. v. Berg,dem Kulturamt der Stadt Wien, im besonderen Kulturrat Franz Vogl undProf. Dr. E. Mudrak wie auch allen Mitgliedern des Vereins- und Museumsaus-schusses. Unsere besten kameradschaftlichen Grüße und Wünsche haben auch diesesJahr den ersten Direktor der wissenschaftlichen Museen Dr. Kummerlöwe undalle unsere zur Wehrmacht eingerückten Gefolgschaftsmitglieder, Dr. E. M. Auer,K. Autolny, Josef Fink, H. Luzny, MR. Mucnjak, Karl Up, begleitet. Möge ihnenweiterhin das Soldatenglück bis zur siegreichen Heimkehr hold sein! Alle unsereKraft soll bis dahin im Daseinskampf unseres Volkes darauf gerichtet sein,seiner idealen Wertseßung in unentwegter Arbeit zu dienen!

Heil Hitler!

Prof. Dr. A. Haberlandt, Präsident.

Herausgeber, und Eigentümer: Verein für Volksfunde( Präsident Prof. Dr. A. Haberlandt).Berantwortlich für den Inhalt: Prof. Dr. Arthur Haberlandt, für den Verlag: Nohert Mucnjat,beide Wien, VIII. Laudongasse 17. Druck von Ferdinand Berger, Horn, Niederdonan.