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krank im Bette lag. Der Fürst traf den Liendl in einem Gaſthausbei einem Gläschen Schnaps. Der Fürst bat ihn in ein Zimmer undunter vier Augen trug er ihm sein Leid vor. Leander schüttelte dieAchseln und schaute den Fürsten ernſt an. Nach einer Weile desSchweigens fagte er:„ Haſt viel Geld, hast leicht Leb'n und doch hastmehr Sorgen als ein armer Bauer." Dann mußte der Fürst mit ihmnach Hause gehen; dort gab er ihm eine grünliche Salbe und sagteihm, daß der Sohn nach dem Urin zu beurteilen- bald gesundwerden wird. So traf es auch zu. Der Fürst schickte dem Leandeieinen ansehnlichen Geldbetrag, den der Leandei nie erhielt, denn alsLeandei den Boten mit dem Geld kommen sah, sagte er zu ihm:„ Dichreut das Geld, du gibst's nicht gern aus deinen Händen, darum be-halte es und sage niemandem etwas davon." Der Bote behielt dasGeld, kehrte zu ſeinem Herrn zurück und sagte, der Leander habe sichsehr gefreut darüber. In der Stunde, in der der Vote diese Lügesprach, mußte Leandei dreimal nach einer Kuh ſuchen,
Ein Bauer in der Windau holte den Herenleandei zu einerfranken Kuh. Kaum hatte Leander den Stall betreten, sagte er:„ Damuß der böse Geiſt aus dem Stall getrieben werden, eher kann dieKuh nicht gesund werden."
Er nahm ein altes, vergilbtes Büchlein aus der Rocktasche, mur-melte ein Sprüchlein und der böse Geiſt war aus dem Stall. Jetztgab Liandei einen„ Einguß“ her und die Kuh wurde geſund. Da esspät abends war, blieb Leandei über Nacht bei diesem Bauern. Zuder jungen Tochter des Bauern kam in der Nacht ein Gaßler. Leandeigewahrte ihn und rief ihm durch das Fenster hinaus:„ Steig' nit überd' Loater, denn es koſtet drei Monat." Der Bursche lachte über die.Rede Leandeis und ſtieg mit einem schneidigen Gaßllied über dieLeiter. Bevor er zum Fenster der Tochter kam, brach eine Sprosseund der Bursche lag mit gebrochenen Beinen auf dem Boden. Leandeileistete ihm die erste Hilfe. Seine Rede wurde Wirklichkeit.
Als Leandei Senner war, brach auf der Nachbaralm eine Seucheaus, an der etliche Stück Vich verenden mußten. Da man aber mitLeandei wegen einer Nichtigkeit in Streit war, wollte man seinenRat nicht holen. Doch in der ärgsten Not schickte man einen Goaßerzu ihm mit der Bitte, er möge kommen und helfen. Leandei sagtedem Goaßer, er werde nicht eher helfen, als bis der Senner vor ſeinerHüttentür steht und ihn um Rat ersucht.
Der Senner der Nachbaralm war zu ſtolz, dies zu tun. Als ihnaber die Not doch dazu zwang, tat er es mit einem fürchterlichen Un-