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Sonst werden die Pieslinger mit Rücksicht auf die Bodenbe-schaffenheit ihrer Felder„ Loahmgrowa“ oder„ Loahmftaumpfa“, d. i.Lehmgräber, Lehmstampfer, genannt.
Unweit von Piesling und gleichfalls nach Neustift eingepfarrt,liegt das Dorf Margarethen, eine Siedlung, die 1707 von demAltharter Grundherrn Maximilian Franz von Deblin auf dem Kultur-boden des im Jahre 1626 durch Feuer zerstörten Dorfes Schönakwiḥgegründet wurde. In die einstmals von 18 Schönakwißer Bauern be-wirtschaftete Bodenfläche im Ausmaß von 11¼ Lahnen teilen sichheute 48 Besitzer, die es bei ihren Zwergwirtſchaften dank des Spar-sinns und der einfachen Lebensweise dennoch zu einem bescheidenenWohlstand gebracht haben.
Nach dem Gründer ihrer Siedlung heißen die Margarethnerspottweise„ Debliner", aber auch„ Brenneſſelbelzer“, weil sie angeblicheinmal den Verſuch unternommen hätten, die als Nukraut lästigeBrennessel durch Belzen( Pfropfen) zur Kulturpflanze zu veredeln.
Sie werden aber auch damit geneckt, daß sie zum Kirchtag alsSuppe das Wasser des Gemeindeteiches genießen, in welchem zuvorder Gemeindeftier gebadet wurde.
Einmal wollten sie sich einen besonderen Leckerbissen zulegen undbeschlossen daher, zur Kirchweih eine Gans bis zu einem Gewicht vonebensovielen Pfunden zu mäſten, als der Ort Häuſer hatte, und dannaufzuteilen; da ihnen aber ihr Vorhaben nicht geglückt war,begnügten sie sich mit dem Fleisch eines einäugigen„ Gelissenbocks“( Männchen der Gelſe), den sie mit einem Scheuertor erschlugen. DieserSchlag sei weithin hörbar gewesen und boshafte Menschen aus denDörfern der Umgebung behaupten heute noch, daß man alljährlich inder Woche vor dem Margarethner Kirchtag das schlagartige Geräuschdeutlich vernehmen kann, wenn der Gelsenbock geschlachtet wird.
Ein andermal sollte die Gemeindewiese gemäht werden; der mitder Mahd beauftragte Arbeiter nahm sich eine Flasche Branntwein mit,stellte diese in das Vrünnlein der Wieſe, damit ihr Inhalt hübsch friſchbleibe, und begann dann seine Arbeit. Als er gerade das Gras amBrunnenrand abmähen wollte, kam er aber der Flasche zu nahe undschlug ihr den Hals ab. Der Schnaps vermischte sich natürlich gleich mitdem Brunnenwaſſer und gab dieſem einen alkoholischen Geschmack.Daraufhin sollen die Margarethner eine ganze Woche hindurch dasTrinkwasser nur von diesem Wiesenbrännlein geholt haben.
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Von der Marktgemeinde Alt- Hart behauptet der Volkswih,daß sie in früherer Zeit, sehr zum Verdruß ihrer Bewohner, häufig