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einzelnen Ahnentafeln find bis zu den Urgroßeltern erstellt, enthalten aberauch noch Angaben über die Alteltern( V. Geschlechterfolge). Die beigefügtenErläuterungen usw. zeigen um nur ein bedeutsames Ergebnis des Werkeshervorzuheben die starke Versippung der führenden Schicht zwischen Nordund Süd, zwischen West und Ost auf. Die Angaben in den Ahnentafelnberuhen, wie einige Stichproben ergaben, auf gewissenhafter Vorarbeit, werdenaber und dies scheint der einzige Ansatzpunkt zu einer Kritik zu seinlediglich verkürzt wiedergegeben; so fehlen vor allem die Angaben über Ge-burts, Hochzeits- und Todesprte bei den Eltern und bei den übrigen Bor-fahren. Gerade der Volksforscher aber weiß die Wichtigkeit und die Auswer-tungsmöglichkeiten solcher Ortsangaben auf seinem Arbeitsgebiete richtig ein-zuschäßen und muß bei dieser Forderung an die Sippenforschung beharren.Die Herausgabe dieses Werkes bedeutet für die Verfasser und für den Verlageinen arbeitsreichen und zugleich mutigen Versuch, dessen Gelingen warm zubegrüßen ist.
A.
Nordisches Blutserbe im süddeutschen Bauerntum.2. Bd. Die Ostmark. Geleitwort von Reichsbauernführer W. Walther Darré.32 farbige und 16 schwarze Tafeln von Oskar Juft und Wolfgang Willrich.München, F. Bruckmann, 1939.
Das Buch wirbt für seinen Gedanken mit trefflichen Bildern nordischerMänner und Frauen aus der Ostmark. Die ungezwungene und doch gemesseneHaltung, die unsere Landsleute kennzeichnet, macht die Reihe ungemein an-sprechend. Es ist an diefen Bildnissen von Personen, die ein Verzeichnis mitNamen und Wohnort anführt, mit der Andeutung ihrer heimatlichen Gewan-dung beiläufig auch ein Wunschziel des Trachtenforschers verwirklicht, der dieArt fich zu tragen jeweils auch zu Wuchs und Gehaben der Träger in Beziehung gebracht sehen möchte. W. Darré würdigte das Buch einer Einleitung, diein knapper Form schwergewichtige volksgeschichtliche Erwägungen zum Gegen-stand anmerkt.
Hd t.
Paul Zaunert: Die deutschen Stämme. 64 S., Köln, HermannSchaffstein, 1939.
Der Werdegang der deutschen Stämme wird in feinen geographischen wiein seinen politischen Grundlinien skizziert, das gut durchgearbeitete Charakter-bild derselben im wesentlichen aber volksgeschichtlich erfaßt. Daß dabei der Ostentrotz seiner Zersplitterung nicht zu kurz kam sei ebenso hervorgehoben, wie daßuns fränkisches und mitteldeutsches Stammeswesen in der Darstellung ambesten ausgewogen erscheint.A. H d t.
J. O. Plafſmann: Der Jahresring. Ein Wegweiser zum deutſchenAhnenerbe. 143 S. mit 6 ganzseitigen Zeichnungen. Berlin- Dahlem, Ahnen-erbe- Stiftung, 1939.
Ein hochgemutes Buch, das in beschwingter Sprache den Sinn deutsch-germanischen Brauches jedermann faßlich machen soll. Außer Landnahme,Häuslichkeit, Recht, Wehr und Waffen behandelt es den Sinn der Fasnacht,Schwerttanz und Schwertfechterspiel, Osterfeuer, Osterwasser, Maibaum, Müt-ternacht und andere mehr, wobei es nicht so sehr um Nachziehung_wiſſen-