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bewegungen und der Gesellen und Meister dieses Handwerks imdeutschen Osten in seinem Werdegang erfaßt werden.
Die Bewahrung romanischer und gotischer Bildvorwürfe undStilprägung in Malerei und Anreißverzierung von Stollentruhen mitSatteldach bei den Siebenbürger Sachsen läßt erwarten, daß manhiebei weit in die Geschichte altdeutscher Schreinertechnikund Möbel malerei vorzustoßen vermöchte, wenn die Archivezugehörige Schriftquellen wie etwa Kirchenrechnungen noch bewah-ren 23). Dasselbe gilt von der Ofenhafnerei, die sowohl in Süd-ungarn wie in Siebenbürgen nur in geringem zeitlichem Abstandvom deutschen Binnenraum her eingebürgert worden sein muß. Soharren etwa im Museum zu Sombor in der Batschka gotische Ofen-kacheln vom Typus des ausgehenden 15. Jahrhunderts ihrer Zu-schreibung an bestimmte Werkstätten. Einfache Spitztöpfe wurdenin Sombor selbst wie in Bacsmadaras und in Bodrog- Monostorszeg( Burg Bartan) geborgen. Aus Bacsmadaras, Juliskahaza und Mo-nostorszeg stammen aber auch Topfkacheln und dreikantige Sims-kacheln mit gotischer Fialenkrönung, ebenso Topfkacheln vonBecherform mit Vierpaßmündung, ferner aus Erdöd( Slawonien)unter anderen eine durchbrochen geschnittene Tafelkachel. Eine inKloster- Bodrog gefundene Topfkachel enthielt 40 Silbertaler aus derZeit von 1570-15962). Man wird damals die altmodisch gewor-denen Öfen wohl beseitigt haben. Daß sie auf süddeutsche Vorbilderzurückgehen, steht außer Zweifel. Wer aber waren ihre Meister?Insgesamt eröffnet sich der deutschen wie der vergleichendenVolkskunde im ungarischen Raum ein ertragreiches Feld der Be-tätigung, wenn sie die Wege der Kulturgeographie beschreitet undsich von den Verbreitungstatsachen leiten läßt, die in dieser für dengesamten Wissenschaftsbetrieb unserer Zeit so wichtig gewordenenArbeitsrichtung verfolgbar werden.
23) Vgl. Victor Roth, Geschichte des deutschen Kunstgewerbes inSiebenbürgen.( Studien zur deutschen Kunstgeschichte, 104. Heft.) Straß-burg 1908. S. 177, bes. 180, 186–195.
24) S. Batky: Einsatz- Ofenkacheln im Museum zu Zombor.( An-zeiger d. ethnogr. Abt. d. Ungar. Nat.- Mus. III.) 1905. S. 192 ff. mit Abb.