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Nach einer anderen Ueberlieferung ziehen die Geister, wenn es zugrünen beginnt von der Alm. Sie müssen die Alm gegen Sonnenaufgang ver-lassen, um dadurch das Wachstum und die Fruchtbarkeit der Alm zu fördern.Von dieser allgemeinen Darstellung der Almgeister weichen mancheSagen ab. Nachstehend folgen einige solche Sagen. Es gäbe eine Menge vonAlmgeistersagen, doch weisen sie nur örtliche Verschiedenheiten auf, weshalbsie weniger interessant sind.
Der Putz von der Schledereralm.
Jedes Jahr, wenn man zur Herbstzeit die Alm verließ, kam einigeTage darauf ein Putz. Er richtete sich die Almhütte häuslich ein und be-wohnte sie bis zur Christnacht. In der Christnacht verließ er die Almhütteund kam nicht mehr.
Der Ahnd hatte schon davon erzählt. Und nun wollten übermütigeBurschen den Geist sehen.
Am Hl. Abend begaben sich mehrere Burschen auf die Schledereralm.Als sie dort ankamen war alles versperrt. Sie öffneten mit Gewalt.
,, Toifl
hol' d' bös'n Buam!" hörten sie fluchen.
Bei der Esse war ein Schemel, auf welchem ein goldenes Kreuz miteinem hölzernen Christusleib lag. Die Burschen nahmen es und betrachteten es.,, Schiabn²) mas³) ein“, sagte einer von den Burschen und ein andererhatte es schon in der Tasche.
Mittlerweile kam der Putz. Er schrie sie an:
,, Geht's weg! Geht's heim! In kurzer Zeit seit's krank."
Die Burschen lachten laut. Sie besahen sich den Putz. Er war ein altesbartloses Männlein mit glühenden Augen und schwarzen Händen.
Die Burschen wollten bleiben, doch es wurde ihnen unwohl und siebeschlossen zu Tal zu wandern. Als sie heimkamen waren sie schwerkrankund starben etliche Tage darauf.
Der Putz kam immer noch auf die Schledereralm. Alljährlichbrannte in der Christnacht auf den Gräbern der Burschen ein seltsamesLichtlein.
Die Rauchnachtmandln.
Auf mehreren Almen des Brixentales kamen in den Rauchnächtenzwölf Männlein. Sie hatten schwarze Gewänder an und sangen feierlicheLieder.— Oft hörte man ihre Lieder in das Tal hinab. Waren die Rauch-nächte vorbei, zogen die Männlein wieder ab.
Die Leute erzählen, daß diese Männlein
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waren und die
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es sollen dies jene Almen sein, die
Christen verspottet haben. Dafür müssen sie in den Rauchnächten als Rauch-nachtmandln auf die Almen kommen
ihnen einst als Wohnung dienten und dort Buẞe tun.
Der Almgeist von der Buchaualm.
Der ,, wunderbare" Wintergeist vor der Buchaualm, wie ihn die Brixen-taler nannten, kam jedes Jahr am Thomasabend( 21. Dezember) in seine
2) einstecken. 3) wir es.