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des Hauses, die Montageier dem Knecht, bezw. den Buben. AmSonntag pflegen die„ Menscher” die„ Buibmer” mit„ roten Eiern”zu beschenken, am Montag sollten die Burschen die Mädchen be-schenken, doch sind sie neidiger oder gefräßiger als die frei-gebigeren Mädchen. Mit einem geschenkten roten Ei ist schonmanche zarte Beziehung angebahnt worden, besonders wenn manetwa statt des gewöhnlichen rotes Eies ein Seifei wählte oder miteinem Federmesser auf das Ei ein Sprüchel eingeritzt hatte, etwa:„ Nimm hin das rote Osterei und gedenk, daß es von deiner Herz-allerliebsten sei!" Ein„ gschriebms rots Oa" hat einen besonderenWert und wird lange aufgehoben, oft Jahre lang. Die„ Firmgo'l”schenkt in der Regel ihrem Firmling rote Eier, auch„ Soafoa";Kindern werden auch Zucker- und Schokoladeier gegeben, einZeichen, wie auch hier die städtische Kultur in neuerer Zeit ein-gedrungen ist.
Unter den Buben besteht auch heute noch der Brauch des„ Eierpeckens”. Einer hält sein Ei, der andere muß versuchen, einGeldstück hineinzuhauen; gelingt ihm das, gehört das Ei ihm,gelingt es nicht, gehört das Geldstück dem andern. Ein Listigerhatte sich einmal ein Holzei gefärbt; natürlich sprang jedes Geld-stück ab und er gewann viel Geld, bis man ihm auf seinenSchwindel kam und ihn ordentlich verdrosch. Ein anderer Scherzist, daß man seinem Spielpartner ein„ leinworms Oa”( kernweichesEi) entgegenhät; wenn er das Ei gewinnt, die kalte Sauce ist beiden Buben gar nicht beliebt.
Am Ostersonntag pflegt man„ nach Emaus” zu gehen, d. h.,man geht über Feld, etwa in ein fremdes Dorf oder am liebstenin den Keller. An diesem Tage heißt halt das allsonntägliche Keller-gehen:„ Gehn mer af Emaus!" Da bei uns die Gegend ganz„ eben"ist, macht man den Scherz:„ Mir gehngan ebm aus”.
Pfingsten.
Ich habe noch als Bub die herumziehende„ Pfingstkinigin"gesehen und singen gehört. Ein Mädchen mit einem Kranz auf demKopfe, weiß angezogen, von zwei Begleiterinnen geführt, zieht vonHaus zu Haus; ein viertes Mädchen mit einem großen Zöger fürdie zu erwartetenden Gaben geht mit. Denn nach dem Gesangescheppert die Königin mit einer Schachtel, womit sie zum Spendenauffordert, und küßt den kleinsten Buben des Hauses. Die Gabensind: Eier, Mehl, Geld. Auch ins Wirtshaus, wo die Burschen ver-sammelt sind, werden die Mädchenes sind gewöhnlich