Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde42 (1937) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
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42 (1937) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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z. B. schon manchmal von Südmährern gesagt worden, dieser oderjener Ausdruck, den ich in meinen Dichtungen verwende, werdenicht gebraucht. Ich verwende- abgesehen von Sprichwörtern undRedewendungen nur Waltrowitzer Formen und Ausdrücke;daß aber nicht einmal Waltrowitzer über das Bestehen oder Nicht-bestehen einer Wendung einem Nachprüfer das Richtige sagenkönnen, zeigt folgendes Beispiel aus meiner Forscherpraxis, dasich bringe, weil es zugleich auch Beweis für die Schwierigkeitenvolkskundlicher Forscherarbeit ist: Mein Bruder, dessen Weib Glossar ::: zum Glossareintrag  Weib auseiner zäh am Alten festhaltenden Familie stammt, fragte mich, obich schon das Wort: toadenga" gehört hätte. Ich hatte das Wortnie gehört und fragte, was es bedeute. Er erklärte es mir: Wennetwa zwei alte Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag  Weiber beisammen sitzen und sie schimpfen rechtüber jemand, haunt so aus, dann sagt man: Ahan, se toan schowieder toadenga!" Wir war das Wort interessant, weil ich darinden Stamm aus unserem Worte verteidigen"( tagedingen) ver-mutete; ich fragte verschiedene Leute, darunter den ältesten Mannvon Waltrowitz, sie alle kannten das Wort nicht. Nach einigenJahren war ich wieder in Waltrowitz; meine Schwester, bei der ichimmer wohne, sagte mir eines Tages: Du, heunt hob i wos ghört!I bin zun Nowak einigonga und hob eahn Hanni gfrogt, wo d' Reslis, so hot s' gsogt: Ah, do hint hockt s' mit der B. und do toadengans' olle zwo mitranond!" So hatte ich den Ausdruck auch aus einerzweiten Familie bestätigt und nun erst verwendete ich ihn aucheinmal. Man darf aber daraus, daß einer antwortet, er kenneeinen Ausdruck nicht, nicht schließen, daß er ihn nicht wirklichkennt. Ich fragte meine Schwägerin einmal, ob der Ausdruckexistiere: De Heahn nifln!" Sie antwortete: Nifln? Na, des kennNistn, sogt ma bei uns." Was heißt das?"- No",sagte sie, wonn halt d'Heahn i de Federn umstiern, wonn s' haltSo, no, wonn s' holt so u mni fln!" Nun lachte ich und sielachte mit. Auch dies ein Beweis von den Schwierigkeiten, vordenen der Forscher steht, und eine ernste Mahnung zur Vorsichtim Urteil.

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I. Zum Weinbau.

Der Weinbau ist in meinem Heimatsdorfe früher viel mehrgepflegt worden als heute, wie man aus der bedeutsamen Rolle, dieder Weinbau in den vorhandenen Wetterregeln und auch traditions-gemäß im Munde alter Leute spielt, entnehmen kann. Aber dieReblaus und auch zahlreiche Mißjahre infolge schlechter Witterung