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Meistens auch nicht zum Essen, sondern dem Krämer zu verkaufen. DasLiter Himbeeren um 70 Groschen. Auch Erdbeeren und Schwarzbeeren( Heidelbeeren) nimmt der Krumer( Krämer). Nur die„ Melba"( Vacciniumuliginosum) kauft er nicht. Sie sehen den Schwarzbeeren ähnlich, sind abernicht so süß. Die können die Kinder selber essen, und die bitterlichen,, Rauchba"( wilde Stachelbeeren, Ribes grossularia). Der Krämer hat voreinigen Jahren den Beerensammlern gelernt, mit einem„ Schwarzbeerkamp!"Beeren zu pflücken. Jetzt bedauert er diese Neuerung selber; der Beeren-reichtum ist dadurch geringer geworden.
B. Weber schreibt in einem Tiroler Führer von den Bergbauern: ,, Nurihre restlose Arbeitslust und die äußerste Genügsamkeit ihres Wesens schütztsie vor drückender Not".
Dumm tun.
„ Der Schnee wird wach( weich), jetzt fangts gar an zschleben( tauen). Der Langes kimmt!" Aber nicht zu früh lachen. Ist derHimmel bei Nacht recht blaw und gihater( bau, heiter), sind amMorgen die Bame netta( trotzdem) voll Reif. Erst bal's wach ischt,' s Wasser rinnt alls über die Zäune, wird es Zeit zur Langesarbeit.„ I man, mir tian dumm", sagt an einem Samstage im Aprilder Knecht zum Bauern, wie sie beide auf dem Solderstüehle sitzenund Pfeife rauchen. Er hat damit durchaus nicht sich und denBauern kritisieren wollen, er hat nur im Dialekt der Bergbauerngesagt:„ Ich mein, wir tun düngen”.„ Sell wohl", ist der Bauer ein-verstanden,„ z'erscht der Wochen tian ma dumm, aft werd'sz'lescht( Ende) der Wochen zum Bauen”.
Die Egerte wird schon im Herbescht gedüngt, vorausgesetzt,daß der Bergbauer genug„ Mischt" hat. Das ist nicht bei jedemder Fall, ist doch das Vieh im Sommer auf der Albe gewesen undder Mist dort auf die„ Du'felder" gebreitet worden.
Schön viereckig muß der Misthaufen aufgebaut sein. Er steht nebendem Haus, daß er vom Stalle aus leicht zu erreichen ist. Den Mist führt manim Sommer mit der Schubkrutte, im Winter mit einem Schlitten auf denMisthaufen. Die Hennen gehen immer wieder auf ihn los. Sie scharren undsuchen nach allerhand Futter. Bis die Bäuerin zum Brunnentrog eilt und ihneneinen Hafen voll Wasser nachschüttet. Dann sind sie für eine Zeit langabgeschreckt. ,, I tu's it( nicht) immer wahr, wann die Hennen in den MischtLöcher machen“, sagt sie,„ die legeten ihn uns ganz a". Im Sommer wirdder Misthaufen mit Lärchenzweigen und Rinde bedeckt zum Schutz gegendas Austrocknen. Einen„ Sechter" mit langem Stiel benützt man, um Jaucheauf den Misthaufen zu gießen.
Auf die Felder oberhalb des Hauses und an der gegenüberliegendenBerglehne führt bei vielen der Aufzug den Mist. Noch während des Kriegesschleppten ihn überall auch Frauen und junge Gitschen mühselig mit Körbenauf dem Rücken„ au'wärt". 8-14 Tage lang haben der Bergbauer und seine