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Uschi: ,, Was für eine?"
Lisi: ,, Eine Taschenuhr."( Natürlich weiß sie nicht, was für Uhren wir sind.)Uschi: ,, Hab ich nicht."
Lisi: ,, Eine Armbanduhr."
Uschi: ,, Hab ich nicht."
Und so weiter. Endlich sagt Lisi:„ Eine Wanduhr.“
Das bin also ich. Gut. Ich werde hervorgeholt. Die Käuferin:
Lisi: ,, Aber gehts auch guat?"( erst hier setzt ein wenig dialektischessprechen ein. Das Gespräch vorher war ,, hochdeutsch“).
Uschi Freili" und sie zieht mich auf dem Rücken auf und ich mache lautund deutlich ,, tick tack, tick tack".
Also nimmt mich Lisi mit nach Haus.( Ohne nach dem Preis zu fragen, ohneBezahlung.) Zu Hause zieht sie mich auf aber ich bleibe stumm.
Also geht sie mit mir zu Uschi zurück und sagt, in allerliebst ent-rüstetem Ton: ,, De Uhr wuill eppas net und net geihn."
Uschi: ,, Was war denn eppas des? Sie zieht mich auf, ich gehe herrlich undmache wieder laut tick tack, tick tack.
Lisi nimmt mich wieder mit. Sie zieht mich auf. Ich bleibe wieder stumm.Selbes Spiel wie früher, sie beschwert sich bei Uschi.
Uschi( schon etwas gereizt):„ Aber sie geht ja“ und zieht mich auf. Kapriziertwie ich bin, gehe ich wieder herrlich.
Zum drittenmal nimmt mich Lisi nach Haus und nun- gehe ich auch bei ihr.Nun geht Lisi wieder ins Geschäft, verlangt eine Uhr und rät so lange, bis
sie auf eine Pendeluhr kommt.( Sie verlangt etwa eine Turmuhr, eineHerrenuhr etc.) Als Pendeluhr wird Moidl verkauft. Es wiederholt sichnun haargenau alles wie früher, das Aufziehen, das laute Tick Tack imGeschäft, das zweimalige Zurückbringen und endlich beim drittenmalgeht auch die Pendeluhr bei Lisi zu Hause das Spiel ist aus.Bezeichnend an dem Spiel ist der Mangel jeder äußeren Dramatik.Erlebnishaft scheint es klar: es ist das Erlebnis des Bauern, der mit seinerUhr Kalamitäten hat, während sie scheinbar beim Uhrmacher sehr gut funk-tioniert. Erzählt und wiedergegeben mag das Spiel uninteressant, ja vielleichtsogar fad wirken, gespielt, das kann ich bezeugen, ist es ein sehr liebesSpiel.Das zweite Spiel, das ich schildere, hat in reichem Maße, was demersten fehlt, nämlich starke Dramatik. Es führt auch schon so einen Titel:„' s Ograusn“( das Erschrecken).
Die Lisi versteckt sich, ganz zusammengeduckt, hinter einem Wagen.Moid und ich sind Kinder, die Uschi ist unsere Mutter. Die Mutter schicktzuerst die Moidl aus, sie solle vom Kaufmann Butter holen. Moidl geht undkommt bald zurück: der Kaufmann hat keine Butter gehabt. Jetzt schickt siedie Mutter, sie solle vom Schuster Leder holen. Moidl geht, reißt irgendwoein Blatt ab, kommt zurück und sagt, der Schuster habe nicht mehr gehabtals dieses Fleckerl. Nun schickt sie die Mutter noch einmal, sie solle vomKaufmann doch Butter holen. Moidl geht, aber als sie sich der Stelle nähert,wo Lisi zusammengeduckt versteckt ist, schießt die hervor, und rennt derarmen erschreckten Moidl auf allen Vieren nach und stößt dabei unartikulierteLaute aus. Sie tut sie also„ ograusn“. Moidl läuft erschreckt davon und