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Oder:
Gott ehre das Gelag
heut morgen und den gantzen Tag,
ist es nicht groß,
so ist es doch aller Ehren werth.
Eine in Tirol in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundertsgebräuchliche Grußformel teilt J. Sperge s13) in seiner Berg-werksgeschichte mit:„ Wir fanden die Gesellen bei ihrer Arbeit undrufeten ihnen den gewöhnlichen Berggruß zu: Gott gebe Euchgut Glück und Segen." Also ebenfalls ein Wunsch auf Bergsegen
und Wohlergehen!
-.-.-.-.
Im allgemeinen bestehen Gruß und Gegengruß des Berg-mannes von heute nur aus den zwei einfachen Worten„ Glück auf!"Vor nicht gar langer Zeit jedoch hieß die Antwort auf„ Glück auf!"allgemein Gott gib's!" Neben dieser alten Grußform haben sichin einzelnen deutschen Bergbaugebieten noch eigene örtliche,am besten als„ reviereigen" zu bezeichnende Gruß-formeln gebildet und größtenteils sogar bis in die Gegenwarterhalten. So lautet z. B. eine derartige Grußformel:
Steiger: ,, Glück auf!"
Häuer Gott gibs!"
Steiger, bei der Abkehr vom Ort:„ Bewahre Euch Gott!"Häuer: ,, Und Euch auch auf der Weiterfahrt!".
Eine ganz ähnliche Grußformel ist in Kraubath in Ober-steiermark gebräuchlich:
Steiger, wenn er vor Ort kommt: ,, Glück auf!“Häuer: ,, Gott gibs!"
Steiger, wenn er vom Ort abkehrt:„, Glück auf!"
Häuer: ,, Gott gibs und Euch weitere glückliche Fahrung!"
Auch in Fohnsdorf in Steiermark war eine ähnlicheGrußformel bis vor kurzem noch üblich, sie lautete:
Steiger, beim Kommen: Glück auf!"
Belegschaft: ,, Glück auf!"
Steiger, beim Abgange:„ Glück auf!".
Belegschaft: ,, Wünsche glückliche Befahrung!"
Steiger: Gott gibs!"
Aehnlich grüßte auch im Harz bis in die letzten Jahre derSteiger bei der Abkehr vom Ort die Belegschaft mit den Worten:„ Es geh Euch wohl!", worauf der Häuer antwortete:„ FahrenS' glücklich!"
S. 319.
13) Josef Sperges: Tyrolische Bergwerksgeschichte, Wien 1765,