Library / Self-PublishedÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde39 (1934) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
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39 (1934) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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gesagt werden, daß die Schaffung des Museums neben der wissen-schaftlichen vor allem auch die ausgedehnteste organisatorischeund musealtechnische Arbeit vieler Jahre erfordert hat, und daßunsere Gesellschaft diese ihre Schöpfung auch finanziell der Haupt-sache nach mit privater Hilfe aufzubauen hatte.

Wir haben uns bei der Schaffung unseres Museums in derschwersten schicksalvollen Zeit der besonderen Anerkennung undder Fürsorge des früheren kaiserlichen Hauses, des verewigtenErzherzogs Franz Ferdinand und besonders auch desKaisersKar 1 zu erfreuen gehabt, der in den Jahren 1917-1918unserem Institute das Gewicht seines Namens verlieh. Wir habenauch von der alten Staatsregierung und allezeit von der Unterrichts-verwaltung die dankenswerteste Förderung und Unterstützung er-fahren, wenn auch der leitende Gesichtspunkt dabei stets blieb, dievolkskundlichen Bestrebungen hätten sich in erster Linie auf dieBevölkerung selbst zu stützen. Dieser Parole gemäß haben wirstets gehandelt und haben wenigstens in einem erlesenen Kreis vonFreunden und Gönnern unserer vaterländischen Bestrebungenoffenen Sinn und offene Hand gefunden. Ich nenne hier mit beson-derer Dankbarkeit die Namen Philipp und Paul Schöller, FürstJohann Liechtenstein, Anton Dreher und Rudolf Trebitsch, an derenEinsicht und Opferwilligkeit ich mich niemals vergeblich gewendethabe, wenn es galt, wertvolle Volks- und Kunstgüter unseremMuseum zu retten. Ebenso erfuhren wir durch viele Jahre bis aufden heutigen Tag die dankenswerteste Unterstützung von Seitender Stadt Wien, der Wiener Handels- undsowie durch den VereinMuseumsfreunde. Mit der Vollendung desdreißigjährigen Bestandes unseres Vereines im Jahre 1924 fiel einebedeutsame organisatorische Neuerung in der Verwaltung desMuseums zusammen, indem das Ministerium für Unter-richt und die Gemeinde Wien durch je zwei Vertretergleichmäßig mit unserem Verein die Obsorge für die Erhaltung desMuseums für Volkskunde übernommen haben, die bis dahin alsüberaus drückende und verantwortungsvolle Bürde vom Verein aus-schließlich getragen worden war. Wir danken beiden öffentlichenFaktoren auf das wärmste für ihre bisher gewährte bedeutungsvolleUnterstützung und erbitten und erhoffen sie in gleichem Ausmaßeauch für die Zukunft..

Gewerbekammer,

der

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