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deutsche Stube ausmacht. Auch die werkgerechte Eindeckung mitbraungebeizten Bretterdecken, die von einem mächtigen Unterzugunterstützt werden, findet sich namentlich im Süden häufig. DieBurgenländer halten die Stube nicht nur als Gegenwartsmenschenhoch; wir erwähnten schon den Schmuck der Familienandenken,der im bäuerlichen Haus Sitte und Dasein einer ganzen Reihe vonGeschlechtern stärker als in der Stadt umklammert. Da gehört esganz in diese Lebensauffassung mit herein, daß alte Weiblein inihrem säuberlich geschlichteten Wäschekasten dortselbst auch einsorglich gesticktes Totentuch„ Leilach", auch„ Lalich" hört manbisweilen, verwahren, wie es über den aufgebahrten Toten ge-breitet wird. Dem Besucher, der danach fragte, wurde es mitachtunggebietendem Stolz vorgewiesen. Das zeigt so recht dasnatürliche Denken und Schicksalsempfinden bei diesen Menschenauf überpersönlich und zeitlos wie bei allen richtigen Bauern.
Man hat in alten Tagen die Totentücher und auch die Bett-überzüge mit innerlich bedeutsamer Stickerei versehen, die Drei-sprosse, den„ Lebensbaum", wohl auch daran gelagerte Hirsche undFabeltiere zeigt. Die Totentücher wurden auch mit höchst eigen-artigen Hahnen- und Pfauenmustern geziert. Aeußert sich anletzteren mehr ost- oder südeuropäisches Stilempfinden, so tuendie ersterwähnten roten Leinengarnstickereien in Kreuzelstich undBlattstich nach süddeutschem Vorbild demgegenüber besondersdeutlich die Mittlerrolle des Burgenlandes zwischen dem deutscheninhaltlich und formal richtunggebenden Westen und dem phan-tasievollen Stilwandel in der beharrsamen Häuslichkeit des Ostensdar. Eine besondere Erwähnung verdienen auch die als alte Braut-oder Minnegaben im Haushalt bis in späte Tage bewahrtenMangelbretter. Ihr Gebrauch scheint sich von Holland her seit dem17. Jahrhundert zum Plätten feinerer Weißwäsche auch nach Ober-deutschland verbreitet zu haben. Im östlichen Deutschtum sind sieauf altem westungarischen Boden zu ähnlich schmuckvollen Werkender Volkskunst erwachsen, wie dies etwa auch in Niederdeutschlandstellenweise der Fall war.
Von den zahlreichen dörflichen Handwerksbetrieben ausälterer Zeit haben sich manche in besonderer örtlicher Umgrenzungentwickelt, so etwa die Töpferei in Stoob, die hier in der Haupt-zeile des Marktes Haus an Haus fast in der gleichen Art geübt wird.Die alten halbtonnenförmigen Brennöfen weisen Wölbungen ausineinandergesteckten Töpfen auf, was letzten Endes römischer