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Millionen aufzubringen, um zuerst das Nordische Museum und dannnach ungefähr zwanzigjähriger Arbeit auch das in seiner Art allein-stehende Freiluftmuseum Skansen zu schaffen, das ist die Ge-schichte vom Glauben, der Berge versetzt.
Die festliche Erinnerung an das Lebenswerk dieses großenIdealisten ist aber nicht nur eine freudige Angelegenheit fürSchweden selbst gewesen. Auch das wissenschaftliche Ausland, dievolkskundlichen Kreise ganz Europas, und vorab der stammver-wandten germanischen Welt haben alle Ursache, sich aus demAnlasse dieser schönen Erinnerungsfeier dankbar und gern derfruchtbaren Einflüsse zu erinnern, die vom Nordischen Museum undseiner vaterländischen Arbeit, dank der bewundernswertenInitiative ihres Schöpfers Hazelius auf die gleichgerichtete Tätig-keit unter anderen europäischen Ländern ausgegangen sind. Alswir in Wien im Jahre 1894 unseren Verein und sein Museum fürösterreichische Volkskunde gründeten, geschah es mit nach demVorbilde des großen schwedischen Meisters, über dessen beispiel-gebendes, aufblühendes Museumswerk in unserer Gründungsver-sammlung ein begeisterter und begeisternder Vortrag von Dr. W.Hein gehalten wurde. Mit Stolz und Genugtuung dürfen wir sagen,daß auch wir in Wien in fast vierzigjähriger angestrengter Tätigkeitein unseres damaligen Vorbildes würdiges Museumswerk ge-schaffen haben, in unserem Museum für Volkskunde, dessen Samm-lungen mit dem Kerngebiet Oesterreichs sich auf ganz Mitteleuropabeziehen und neben dem Nordischen Museum die größte volks-kundliche Sammlung Europas darstellen. Wir Arbeiter undSchaffenden haben uns, wir dürfen es ohne Ueberhebung sagen,unseres großen Vorbildes Hazelius wert erwiesen. Aber die opfer-bereite, verständnisvolle und immer reicher anwachsende Unter-stützung, die Hazelius vom ganzen schwedischen Volk und Staatgefunden, ist uns in Oesterreich vom Staat und der Oeffentlichkeitnicht in gleichem Maße vergönnt gewesen. Wir dürfen daran wohlmit vollem Recht erinnern, besonders im gegenwärtigen Augenblick,wo unser Museum für Volkskunde den schwersten Kampf um seinegesicherte Fortexistenz zu führen hat, und daran die zuversichtlicheHoffnung knüpfen, daß in einer Zeit, wo die schöpferischen Kräftedes Volkstums für das ganze Staats- und Kulturleben eine so be-deutungsvolle Geltung gewonnen haben, dem„ Museum Oesterreichs"die so dringend benötigte staatliche Hilfe in ausreichendem Maßenicht fehlen werde.