Library / Self-PublishedÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde38 (1933) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
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38 (1933) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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literarischen Erzeugnisse mit ausgesprochener katholischer, völkischer odersozialistischer Tendenz durch F. Ranegger, P. Molisch undA. Z ohner. Die letzten Bogen der Abteilung wenden sich der Entwicklungder Moderne in Oesterreich" zu. Wir lernen die ersten Versuche einer Er-neuerung von Kunst und Leben durch die Kreise um Siegfried Lipiner,Albert Jig und Rudolf Steiner kennen, dargestellt von A. Zohner unddem Herausgeber. Immer deutlicher tritt der Grundriß des großangelegten undreichbebilderten Werkes heraus, das der Herausgeber mit sicherer Hand demZiele zusteuert.

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W. Frenzel Fr. Karg A. Spamer: Grundriß der sâch-sischen Volkskunde. Leipzig, Karl Richter 1932. 368 Seiten mit75 Abbildungen und Kartenzeichnungen.

Mit einer ganzen Reihe von Mitarbeitern bewältigten die Herausgeberdie Darstellung der sächsischen Volkskunde nach Lebensraum und kulturge-schichtlichem Werdegang der Bevölkerung. Voran steht der Lebensraum undGang der Besiedlung mit allem drum und dran bis zur Erläuterung der stän-dischen Gliederung des Volkes. Sachlich erscheint dabei mancherlei wohletwas zu gewissenhaft auf einzelne Abschnitte aufgeteilt( Siedlungsanlage,Hausbau, Wege), was nun einmal einheitlich zum Lebensbild eines Zeitalter derVor- und Frühgeschichte oder Gegenwart gehört, wogegen die Geschichts-linien ja nur zu oft sich verwischt haben. Lebensform und geistigeSchöpfung nennt sich der zweite Hauptabschnitt. Er stellt klar, was andauernden Bindungen, gestaltenden Kräften und schöpferischen Leistungen imVolke durch Gemeinschaftsverbundenheit aufscheint. Hervorzuheben ist dieDurcharbeitung auch der städtischen Gemeinschaft durch Siegfr. Sieberund das auf Lebenskreise hinarbeitende geistige Durchdringen der, Einzel-gänger" durch G. Fischer, d. h., der unehrlichen Berufe, Hirten usw., derenPersönlichkeitsentwicklung zusammt ihrer Weltanschauung gut beleuchtetwird, wenn auch manchenorts( ,, Unehrlichkeit) Wissels Ausführungenzum Gegenstand mehr Klarheit geboten hätten. In ,, Dichtung und Schrifttum"fällt der gedanklich vielseitige, klare und straffe Abschnitt Georg Siebersüber Sage und anderes Erzählungsgut besonders auf. Er wird durch seineSystematik in der gesamtdeutschen Sagenforschung dauernd beachtlichbleiben.

A. Haberlandt.

Norwegische Heimatforschung. In Norwegen sind die Volksforscher inder glücklichen Lage, von einer wirklichen Volksbewegung in ihren Be-strebungen unterstützt zu werden. Aus dem bäuerlichen Kern Norwegenserwuchs eine über das ganze Land verbreitete Bewegung, die eines ihrerHauptziele in der Wiedererweckung der norwegischen Sprache( Landsmaal,gegenüber der dänischen Hochsprache) erblickt und ihr besonderes Augen-merk auch auf die alte, organisch gewachsene Lebensform des Landes richtet.Neben den Buchserien von Det Norske Samlaget" in Oslo tragen auch dielokalen Gruppen in rastlosem Eifer zu diesem Werke durch Veröffentlichungenbei, die oftmals Quellensammlungen aus erster Hand bedeuten. Die neuestenVeröffentlichungen dieser Art, welche hier als Beispiele herausgeriffen werdensollen, sind die beiden Bände ,, Gamalt fraa Vestfold", die Vestfoldlaget soeben