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ebenso im Gurktal 30). Im Gitschtal heißt man die„ wilde Vermante"dorthin. In dem oben angeführten Zauberspruch aus dem Jahre 1670werden die„ Wildnussen und Bildnussen( entstellte Form vonBilwis?), Uebel und Affel( Entzündung von Wunden) und alle wildenGeschoßen" in die„ wilde Ramenei” verwiesen. Prof. Dr. L. Franz( Prag) sieht in dieser kärntnerischen„ wilden Romenei”, die nachdem Gailtaler Volksglauben eine Art wütiges Heer ist,„ die Pa-ganengötter, die durch die Lüfte kommen, die Nachkommen derrömischen Götter, denen einst auf ragenden Höhen und in weitenTälern ringsum im Lande Tempel errichtet worden waren, damals,als sie noch als freundliche Gestalten dem Menschen halfen", dieaber nun im Volksglauben weiterleben„ als dämonische Gestalten,die mitternächtigerweile einherjagen, Wahnsinn als Vorreiter, Todals Gefolge" 31). In den Zaubersprüchen ist sie eine öde Gegend;" wild", d. h. seltsam, unheimlich, ist sie, wohl nur mit Unkrautund Gestrüpp bewachsen; koa Glöggele klingg, koa Engl singg"dort( wie es in einer andern Fassung heißt); so wird sie nicht nurvon den Menschen zumal den„ christgläubigen" gemieden,sondern selbst von den Tieren. Man mag da ganz gut an eineantike Trümmerstätte denken, in der der Volksglaube die aitenGötter und Geister weiterlebend wähnte wie ja nach der Volks-meinung auch in Burgruinen Geister hausen. Die Beschreibungpaẞt freilich auch für den„ wilden Wald" und findet sich auch inSegen, in denen die Krankheitsdämonen in diesen ausgewiesenwerden, so in dem südslawischen Poganica- Segen³2), in einemobersteirischen Gichtsegen³3) und in dem folgenden, letztenPilvessegen.
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,, Pilfes- Gebet.. Sohn Pilfes, Sohn Pilfes, Sohn Pilfes, mit Gott demVater ersuche ich euch, mit Gott den Sohn erfind ich euch, heiliger Gott!der mich und euch Erschaffen hat. Ich treibe euch aus mit der starkenMacht Gottes, daß döß von hinnen geht, und nimmermehr her kehrt, dasdöẞ hinschießt wo döß seid hergeschossen, über Stock und über Stein,über Spitz und über Stauden, das döß zu Köhler werd, das döß zu WasserWerd, das sag ich euch, geht wiederum heim aus N: seinen( oder ihren)Fleisch und Gebein, aus seinen( oder ihren) Hirn und Gestirn, ich verbanne
30) G. Graber, a. a. O., 49.31) ,, Schatzgräber". Sudetendeutsche
3. Jg., 1930, 120 ff.
32) Hovorka- Kronfeld, a. a. O., II, 864.33) V. Fossel, a. a. O., 167.
Zeitschrift
für Volkskunde,