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dieses ganz siedend gemacht, hernach solches in eine Schüsselgeschüttet und das Hafferl darüber gedeckt, dabei folgendes ge-sprochen: Wildnussen und Bildnussen, Uebel und Affel und allewilden Geschossen gehen aus mit einander über die Gassen.Begegnet ihnen unser Lieber Herr Jesu Christ. Da sprach unserlieber Herr Jesu Christ: Wildnussen und Bildnussen, wo wollt ihrhin miteinander über die Gassen? Wir wollen gehen zu der Cillenbeinbrechen und Blut saufen. Da sprach unser lieber Herr JesuChrist: Das sollt ihr keines nicht tun, ich bann euch aus in einegar wilde Ramenei, wo kein Hahn nicht kräht und kein Mann nichtmäht, wo keine Glocke nicht klingt und wo kein ChristgläubigMensch nicht hinkümt. Im Namen Gottes des Vaters, des Sohnesund des heiligen Geistes Amen.' Davon sei sie gesund worden." 24)Der Bericht über das Aufsieden ist jedenfalls unvollständig; wahr-scheinlich hat sie es so vorgenommen, wie es im Buch des GrafMich angeordnet ist.
Eine sichere Deutung des Aufsiedens vermag ich nicht zugeben.„ Wurmstichig" nennt man Steine mit braunen Rostfleckenals Folge der Verwitterung der Eisenadern. Sie heißen auch„ Dâch-trapfstoan"( Dachtraufensteine) und wurden früher mit Vorliebeverwendet, wenn man beim„ Seachtnwâschn"( Große Wäsche),beim„ Sauhaarn”( Enthaaren der geschlachteten Sau) und bei denoben erwähnten„ Schwoasbâd" eine größere Menge Wassers mitHilfe von glühenden Steinen erhitzen wollte; man mag erkannthaben, daß solche Steine mit vergrößerter Oberfläche die Wärmerascher abgeben. Hier sollen sie wohl das Wasser heiß erhalten,daneben aber wahrscheinlich noch eine andere Aufgabe erfüllen.Vielleicht schrieb man ihnen einst heilbringende oder übelabweh-rende Eigenschaften zu wie allen Steinen, die durch Gestalt oderFarbe auffallen25). Wie mir Herr Lehrer Obermann in Gnesau mit-teilte, gebrauchte ihm gegenüber ein Bauer in Zedlitzdorf für größereBach- und Dachtraufsteine, die so viele kleinere und größereLöcher haben, daß die Oberfläche schwammartig aussieht, denAusdruck„ Pilfasstoan". Wenn wir uns der Bezeichnung„ Stein-Pilves" erinnern, so werden wir zu der Vermutung veranlaßt, daßman einstmals an eine engere Beziehung zwischen diesen Steinenund dem Pilfas geglaubt hat, etwa in der Weise, daß diese Löcher( also die Verwitterung) durch den Pilfas hervorgerufen worden
24) Karl Baron Hauser, Aus dem Archive, Carinthia, 71. Jg., 1881, 156.28) H. d. d. A., I, 71.