Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde37 (1932) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
Jahrgang 
37 (1932) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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Schalmei, Bauernklarinette aus dem Wechselgebiet, Wiener Er-zeugnis. Klarinette von einer Janitscharenmusik, Wien.

Fensterwand: Trompeten, einfach und mit Klappe( LeihgabeDr. G. Kotek). Farbige Strichzeichnungen, Dalmatien. Burscheaus Benkovac mit Dudelsack. Mann aus der Umgebung vonObrovac mit Doppelpfeife. Freßglocke, herzförmige Eisenplatte,Aushängezeichen mit Bemalung:

Steirisches Ennstal, 19. Jahrh.

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a) Stachelschießen mit dem Blasrohr. Ausseer Gegend, um 1780.b) Mahl mit Begleitmusik.

I. Stock. Vorraum.

Leuchtfiguren vom Glöcklerlaufen im Salzkammergut: Turm,Arche Noah, Dreispitz und Stern, Mühle.

Ausstellungsraum.

Bildersaal des ehemals Gräfl. Schönbornschen Palais in alterAusstattung. Das Mittelgemälde der Decke von AkademiedirektorPeter Strudel; in den Supraporten alte Gemälde von Bourgignon,Antonio Moro u. a. In den Eckzwickeln Frauengestalten, die damalsbekannten Weltteile Europas, Asien( Mutter und Kind), Afrika( wildes Weib Glossar ::: zum Glossareintrag  Weib mit Dolch) und Amerika( mit der Freiheitsmütze)verkörpernd. Dazwischen Zierfelder, spielende Kinder als Dar-stellung von Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Mitte: Lichterbaum. Kirschenbaum aus Alpaka, versilbert, mit27 und 3 Zweigen, Lichterarmen und Aufsatzschale. Auf dem Fuß-sockel, entsprechend den vier Himmelsrichtungen in den Eckenkleinere Bäume. Palme( Süden), Weinstock( Westen), Efeu( Norden), Blütenstock( Osten?). Aehnliche Darstellungen einesWeltenbaumes oder Paradiesesbaumes sind schon aus dem Alter-tum, aus Byzanz und dem Orient Glossar ::: zum Glossareintrag  Orient als Throninsignien bezeugt. NochJosephine Beauharnais ließ sich als Gemahlin Napoleon I. voneinem Pariser Goldschmied einen Orangenbaum aus Silber an-fertigen. Am russischen Zarenhofe wurden solche Baumgestaltenals Tafelaufsätze verwendet. Im Lebenskreis des Volkes entsprechendem die mit Früchten und Lichtern geschmückten Hochzeitsbäumewie in Bayern, dem Burgenland, sowie in Ost- und Nordeuropa.( Wiener Zeitschrift für Volkskunde 1923.)

Dabei: Nikolausgarten: die umstehenden dreizehn Bäumchenvereinen sich zu einer Art Paradies- oder Himmelsgärtlein.( Vergl.Zeitschr. d. Ver. f. Volksk. Berlin 1900, 319 ff.)