Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde37 (1932) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
Jahrgang 
37 (1932) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
Einzelbild herunterladen
 

27

Fachmännern in Salzburg und Innsbruck in Betreff der für 1934 in Bern ge-planten internationalen Volkskunstausstellung durchgeführt; gelegentlich einesAufenthaltes in Berchtesgaden wurde das dortige Ortsmuseum und dieSammlung Dr. Kriss studiert. Ebenso hat Prof. Arthur Haberlandt mehrfachin Eisenstadt burgenländische Angelegenheiten verfolgt und gelegentlich derdaselbst veranstalteten Textilausstellung einen Vortrag gehalten.

Museumsassistentin Dr. A. Perkmann und die Ausschußräte Dr. K.Spiess und Prof. Dr. G. Kyrle beteiligten sich an der Heimattagung desSalzachgaues in Braunau am Inn.

Im Radio wurden von Prof. Dr. Arthur Haberlandt drei und von Dr. A.Perkmann sechs Vorträge über volkskundliche Themen abgehalten. Erstererhielt bei Veranstaltungen der Österreichischen Heimatge sell-schaft drei mit Lichtbildern und volkskundlichen Vorführungen aus-gestattete Vorträge über Das Volksleben in Niederösterreich".

Dr. R. Kriss hat sich durch drei Monate im Museum dankenswert

betätigt.

Die Bibliothek des Museums hat, wie in den Vorjahren, dank dereifrigen und umsichtigen Bemühungen von Frau Dr. Adelgard Perk-ni ann eine sehr ansehnliche weitere Ausgestaltung erfahren und gesteigerteWirksamkeit entfaltet. Durch Ankauf, geschenkweise und durch Besprechungs-stücke zahlreicher österreichischer und deutscher Verlagsbuchhandlungenwuchs der Bestand der Bibliothek um 150 neue Signaturen( Gesamt-stand 4547). Die Vermehrung der Photographien belief sich auf 152( Gesamt-stand: 6900), die Zahl der Abbildungen und Bildkarten beträgt bereits7114 Stück. Die Vermehrung der Diapositive betrug 38( Gesamtzahl: 1260).Die Benützung der Bibliothek war, wie in den Vorjahren, eine sehr rege, derParteienverkehr betrug rund 700 Personen. In dem Kostenausweis für dieVermehrung der Bibliothek( S 1277.07) ist die Erwerbung einer ganz voll-ständigen Serie der Zeitschrift für öst. Volkskunde, bezw. der WienerZeitschrift, Jahrgang 1-36, nebst sämtlichen 15 Supplementen( gebunden),inbegriffen.

Führungen- durch die Museumssammlungen für Schulen,Bildungsvereine und Kursteilnehmer wurden durch den Direktor Prof. Dr.Arthur Haberlandt und Frau Dr. A. Perkmann in der Zahl von 16 abgehalten.Der Besuch des Museums blieb gegen das Vorjahr in allerdings nichtbedeutendem Maße zurück, eine Erfahrung, die bei sämtlichen Wiener Museenfestgestelit werden mußte und auf die wirtschaftlichen Bedrängnisse derBevölkerung zurückzuführen ist. Wir verzeichneten 4755 zahlende Besucher,2750 Schüler und 73 Schulklassen mit 1987 Schülern( bei freiem Eintritt).Die Höhe der Einnahmen wie der Ausgaben blieb begreiflicherweisesowohl im Vereins- wie im Museumshaushalt gegenüber dem Vorjahre sehrbedeutend zurück, was zum größten Teil durch die Einschrumpfung derprivaten Unterstützungen verursacht war. Die Kürzung der Bundessubventionim letzten Jahresquartal betrug S 405.-, die Subvention der Gemeinde Wienim Betrag von S 4000.- reichte nicht entfernt aus- ebensowenig wie imVorjahr die Mietzinsbeträge( Rückstand aus 1930 und Mietzins für 1931),