Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde37 (1932) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
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37 (1932) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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Archiven zerstreute Quellenmaterial zuließ,

die meisten Archive des Banates

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wurden durch die Türken zerstört auch einige allgemein und kultur-geschichtlich interessante Einzelheiten. Die sittliche Kraftwirkung der west-europäischen christlich- germanischen Kulturgemeinschaft erweist sich auchauf diesem Boden, weitab von den Zentren dieses Kulturkreises, so stark, daßeine starke Umformung des gesamten Volkslebens allerdings durch Rück-fälle in das alte Heidentum Glossar ::: zum Glossareintrag  Heidentum unterbrochen vor sich zu gehen vermochte.Wertvoll wäre es, wenn noch weitere Untersuchungen aus dieser Berührungs-zone west- und osteuropäischer Kulturgebiete, besonders aus der Zeit desMittelalters folgen würden. Die neuzeitliche Landes- und Kulturgeschichteund auch die Volkskunde jener Länder würden durch diese Arbeiten um eineReihe von Erkenntnissen und Tiefblicken bereichert werden.

Dr. E. Lendl.

W. Frenzel: Vorgeschichte der Lausitzen. Land undVolk, insbesondere die Wenden.( Forschungen zu Geschichteund Volkstum der Wenden, herausgegeben von R. Kötzschke, Heft I.).Langensalza, Julius Beltz 1932. 167 Seiten. 40 Tafeln und 8 Karten.

Die vorliegende Schrift entwirft ein wohl abgerundetes Kulturbild derLausitzen, wobei der Einordnung dieses landschaftlichen Ausschnittes in dengroßen Rahmen der deutsch- slawischen Frühgeschichte im allgemeinen nichtvergessen wird. Der erste Hauptteil umfaßt die Urlandschaft, wie sie sich inder Vorgeschichte zur Besiedlung darbot, das Verhältnis von Gefilde undLandnahme bezw. Gaubildung ein auch grundsätzlich wertvoller Abschnitt

sowie Unterlagen für die Abgrenzung des sorbischen Gebietes, woran sichdie Darstellung des vorgeschichtlichen Siedlungsverlaufes und der Ein-wanderung der Slawen schließt. Hiezu wäre mit Gewinn C. Jireček: Geschichteder Serben I, 71 f. anzuführen gewesen. Der zweite Hauptteil schildert, mitsorgfältigen Quellennachweisen wendisches Leben auf Grund der Bodenfundeund Nachrichten. Vom ersteren sind namentlich Häuser- und Siedlungsreste,Hauseinrichtung und Hausgerät sowie Belege für den Lebensunterhalt für denVolksforscher wertvoll, umgekehrt hätte der Verfasser für Kleidung undSchmuck vielleicht mit Gewinn heute Volkstrachtenbestandteile zur Er-läuterung mit heranziehen können. Lehrt doch eine Untersuchung, wieK. Straubergs Lettische Trachten( ,, Die Letten, Aufsätze über Geschichte,Sprache und Kultur der Letten), an Hand zahlreicher Rekonstruktionen von1859 bis zur Neuzeit, wie wesentlich kritische Vergleichung von Vergangenheitund Gegenwart die bruchstückhaften Berichte der alten Chronisten ergänzenmuß, um ihre Auswertung auf die richtige Bahn zu bringen. Fund- undQuellenbelege für Handwerk, Handel und Verkehr, Familien- und Bestattungs-brauch werden mit erwünschter Gewissenhaftigkeit ohne Belastung durchTheorien zusammengestellt, das Ganze durch Fundverzeichnisse, Bildbeigabenund Karten ergänzt und anschaulich gemacht.A. Haberlandt.

Dr. Edmund Schneeweis: Feste und Volksbräuche derLausitzer Wenden. Mit 14 Bildtafeln.( Veröffentlichungen desSlavischen Instituts an der Friedrich- Wilhelm- Universität Berlin, heraus-