Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde37 (1932) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
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37 (1932) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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schatze, der durch ein Preisausschreiben des Arbeits- Ausschusses zusammen-gebracht wurde, wählten Raimund Zoder und Karl M. Klier die schönsten undeigenartigsten Lieder aus und vereinigten sie zu dem vorliegenden Hefte.Aites Volksgut finden wir darin; Balladen, Stände-, Liebes- und Kinderlieder.Doch sind Landschaft und Grenzerschicksal nicht ohne Einfluß geblieben.Bloẞ 40 km liegen zwischen Wulkaebene und Schneeberggebiethier er-klingen übermütige Lieder und Jodler, in der Ebene überwiegen ernste, fastschwermütige Weisen. Interessant sind die Hinweise auf Parallelen beiSchubert und Mozart, die enge Verbundenheit deutscher Volks- und Kunst-musik zeigend. Das Heft erfüllt einen zweifachen Zweck: dem Burgenländerist es ein Heimatbuch, dem Nichtburgenländer aber zeigt es die Schönheitburgenländischer Volkspoesie.Karl Horak.

Heimatkunde des Bezirkes Mattersburg im Burgenland. Zusammen-gestellt und teilweise verfaßt von Ernst Löger unter Mitwirkung der Lehrer-schaft und einiger Fachleute. 348 Seiten, mit 49 Abbildungen, 1 Bezirkskarteund 4 Textkärtchen. Deutscher Verlag für Jugend und Volk. Wien 1931.

Unter den heimatkundlichen Arbeiten der letzten Zeit ist die vorliegendeeine erfreuliche und wertvolle Neuerscheinung. Ein gewissenhaft verarbeiteterSchriftenbestand von 418 Nummern ist herangezogen worden um für eingrunddeutsches Gebiet ein übersichtliches Heimatbuch zu schaffen, das dasGehege magyarisch geschriebener Geschichtswerke bisher stark einer Ueber-schau entfremdet hielt. Nun finden auch die an sich gediegenen Vorarbeitenungarischer Historiker über die auf dem Mattersburger Gebiet gelegenen altenGrundherrschaften und ihre Nachbarn Forchtenstein, Eisenstadt, Hornstein,Kobersdorf und Landsee ihre folgerichtige Einordnung in deutschen Wirt-schaftsbereich. Für den Volksforscher belangreich sind besonders die Ab-schnitte über Wirtschaft und Kultur des burgenländischen Bauernstandes inalter und neuer Zeit, auch die Kroatensiedlung ist dem Stande der Forschungentsprechend berücksichtigt. Die Zusammenfassung über Sitte und Brauchermöglicht Einblick in die bestehenden Verhältnisse und erweckt ebenso wiedas über alten Volkskunstbestand mitgeteilte den Wunsch nach einer Fort-setzung und Vertiefung der Bestandaufnahme durch weiteres Umfragen imVolke, dem das Buch selbst zu allermeist dient. A. Haberlandt.

Karl M. Klier: Neue Anleitung Z u m Schwegeln( Seitenpfeifen). Mit 16 Notenbeispielen, 6 Grifftabellen und einer Tafel.Verlag Eichendorffhaus. Wien 1931. 24 Seiten. Preis S 1.40.

Im Salzkammergut und in einigen Orten Tirols hat sich bis heute einVolksinstrument erhalten, das früher in den ganzen Alpen bekannt war. DiesesInstrument, Seitenpfeife oder Schwegel genannt, ist meist eine Querflöte mit6 Löchern ohne Klappe. K. M. Klier hat sich seiner angenommen und ist seitvielen Jahren bemüht, es nicht nur vor dem Vergessen zu bewahren, sondernes wieder in weite Kreise zu verbreiten. Diesem Zwecke dient auch das vor-liegende Heftchen, das eine verbesserte und wesentlich erweiterte Neuauf-lage der im Jahre 1923 als Sonderdruck der Zeitschrift ,, Das deutsche Volks-lied" erschienenen Anleitung darstellt. Nach einer geschichtlichen Einleitung wird