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kranzl" besteht aus Thymian und wird am„ Prangertag"(: Fron-leichnam) in der Kirche geweiht.
Vergl. Ilwolf, zur Volksk. d. Steiermark, Z. f. öst. Vk., 1897. v. Havorka-Kronfeld: Vergl. Volksm. I. 116 f, 250, 253. Fossel: Volksm. u. mediz. Abergi.in Steiermark, S. 160.
„ Das Fieberabbeten"
wird folgendermaßen geschildert: Man betét am ersten Tag 9 Vater-unser( ohne„ Amen” zu sagen), am nächsten Tag 8 und jeden Tag' um 1 Vaterunser weniger. So verschwindet langsam auch die Krank-heit.( Golling- Scheffau, Salzburg).
Vergl. v. Havorka- Kronfeld. Vergl. Volksm. 1. 135 f. Höfler: Volksm.1. Abergl. in Oberbayern, S. 32 f.
Gegen den„ Trall"
Tragsackverdrehung
wird folgendes angewendet: Man gibt der Kuh zwischen zwei Brot-stückchen drei„ Zeller Bildl”( Heiligenbildchen vom WallfahrtsorteMaria- Zell), dazu drei doppelt gewachsene Kornähren und Ei-schalen von solchen Eiern, aus denen„ Hendl" Kücken) aus-geschlüpft sind, und zwar am besten zwischen den Frauentagen.( Ertl, Nieder- Oesterreich). Es wird auch empfohlen, 9 Eier zusieden und das zum Sieden verwendete Wasser der Kuh einzugeben( Salzburg).
Gegen das„ Fürtauchen"
Scheidenvorfall
können gewisse Leute wenden. Der Wender benötigt hiezu einenBirkenast, der am Karfreitag abgehackt worden ist und welcher mitallerhand Hokuspokus auf den„ Soachbam" hinter der Kuh auf-genagelt wird. Der ziemlich umständliche Vorgang muß zweimalwiederholt werden. Der Berichterstatter macht den Zusatz„ Guatis's worden!". Man hat allerdings die Kuh rückwärts auch hoch-gebettet, was wohl nicht ganz so ohne war.( Neustift, Ober- Oest.).
Sympathetische Behandlung von Euterkrankheiten.
Von den außerordentlich zahlreichen volkstümlichen Heil-mitteln bei Euterfehlern sollen nur einige erwähnt werden, bei denenes am meisten auf die Sympathie, d. h. auf den guten Glauben undam wenigsten auf die natürlich erklärbare Heilwirkung ankommt.