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Sagen wird er endlich völlig zum teufelsähnlichen Dämon. Er heißtdann auch wohl bloß„ Geist" schlechthin. Wir sehen in der slowe-nischen Volkssage denselben Bedeutungswandel, den schon and.Glossen erkennen lassen: scratto malus genius, gigas, terror;oder scratun( pl.) pilosi; u ualtserate satyrus, das ist wohlWaldgeist; altn. s krati Geist, Gespenst. Wir haben hier wiederin slowenischer Lautgestalt ein ahd. Wort, das einst viel verbreiteterwar als heute. Das hohe Alter dieser Entlehnung geht auch daraushervor, daß in älteren Lehnwörtern die germanische Lautfolge skim Slowenischen noch als sk oder šk erscheint, während schon inder ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts sk sich zu ś gewandelt hat.Im Rosental und in Unterkärnten ist die Sage von einerbrennenden, besen- oder garbenähnlichen Gestalt, die am Himmels-gewölbe dahinfliegt, sehr verbreitet. Manchmal wirkt diese feurigeErscheinung als boshafter Kobold oder nimmt Formen des Seelen-glaubens an und betätigt sich als Irrlicht oder Flamme. Die Vor-stellung von dem feurigen Besen oder der Garbe geht in der Haupt-sache wohl auf die Beobachtung von Sternschnuppen zurück. Wiedie vielen Sagen im deutschen Sprachgebiet, aber auch die slowe-nischen Bezeichnungen škopnjak oder škopnek beweisen.handelt es sich um deutsches Lehngut. Bei den deutschen Kärntnern.heißt die Erscheinung„ der glühentige Schab", welches Wort zurück-geht auf ahd. scoub, scoup Schaub, Bündel, Strohhaufe. Dieahd. Form steckt auch im slowenischen š kopnjak, dessen Alterwieder durch das anlautende sk erwiesen ist, ein sicheres Zeugnisfür ununterbrochenes Fortleben deutschen Geistes in heute win-discher Gegend seit dem Beginne der Germanisierung Kärntens.Daß auch schon im ahd. das Wort scoub eine feurige Licht-erscheinung bezeichnete, geht aus einer Glosse des 10. Jahr-hunderts hervor, wo es als facla, faces übersetzt wird( Graff,Ahd. Sprachschatz VI, 410).
Auch in der Ueberlieferung über Ursprung und Wesen dersaligen Frauen bewahren die Kärntner Slowenen durchaus deutscheAuffassung. Es sind dies schöne schlank gewachsene Gestalten mitwallendem goldenem Haar. Sie hausen auf Anhöhen in der Nähevon menschlichen Wohnungen und schenken zum Lohn für freund-liche Aufnahme dem Menschen eine gute Frucht- oder Getreide-ernte oder nie enden wollenden Flachs. Durch Peitschengeknall oderScheltworte werden sie vertrieben. Aus dem Deutschen ist auch derZug entlehnt, daß sie von einem Sturmriesen verfolgt und getötet