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Kugelklapper und Hillebille.
Von J. Manninen, Helsingfors.
( Mit zwei Bildertafeln und drei Textabbildungen).
1.
Die Kugelklapper und die Hillebille sind in der deutschenvolkskundlichen Literatur ziemlich viel behandelt worden. Ich hättekaum einen Anlaß gehabt, auf diese Lärmgeräte einzugehen, wennsie nicht auch in meiner Heimat Finnland bekannt gewesen wären,und wenn ich nicht glaubte, durch Beibringung neuer Angaben ausOsteuropa Licht in die Frage nach der Herkunft dieser Gerätebringen zu können.
Zuerst sei die finnische Kugelklapper dargestellt( Tafel I, Abb. 1-2). Sie wurde aus einem parallelogrammförmigenHolzstück hergestellt, das an den Schmalseiten durchbohrt und aus-gehöhlt wurde. Die Klapperwände waren ziemlich dünn, aber anden beiden Enden der Aushöhlung wurde der Haltbarkeit wegenmehr Holz übriggelassen. Gewöhnlich waren die Wände der Aus-höhlung gerade, selten ist die Form Fig. 2a, bei der die Wände ge-wölbt sind. Das eine Ende der Klapper lief in den Griff aus, an demandern war mittels eines Lederriemens eine hölzerne Kugel be-festigt, die gewöhnlich rund, bisweilen oval- zitronenförmig, ineinem uns bekannten Falle kegelförmig war. Durch Herumschwingender Klapper ließ man die Kugel abwechselnd gegen die beidenKlapperwände schlagen.
In den Sammlungen des Finnischen Nationalmuseums findensich insgesamt 6 Kugelklappern der eben beschriebenen Form.Außer einer stammen alle diese aus Ladoga- und Grenz- Karelien.Eine stammt aus Nord- Sawolax, Ksp. Pielavesi, das vorläufig derwestlichste Ort des Auftretens dieser Klapper ist. Im Museum desStädtchens Mikkeli( Süd- Sawolax) verwahrt maneine Kugel-klapper, mit der man daselbst vor ca. 50 Jahren beim Feuerausbruchalarmiert hat. Das nördlichste mir bekannte Exemplar, schließlichdas zu den Sammlungen der Staatlichen Landwirtschaftlichen Ver-suchsanstalt( Jokiniemi) gehörte, stammt aus Ost- Oesterbotten