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mein Dank zum Ausdruck gebracht. Gleich in der allernächstenNähe Ljubljanas, in Stjepanovas, traf ich auf zahlreiche hölzernePferde von ziemlicher Größe.
Es sind jüngere gewerbsmäßig gearbeitete Exemplare, anSpielwaren erinnernd; die hölzernen Tiere sind mit einer dünnenweißen Wachsschicht überzogen; Mähne und Schweif sind aus Wolle,welche in eigens angebrachten Ritzen im Holze eingeklebt sind.Die Farben der Wolle wechseln, ziemlich häufig sind sie blauweiß-rot, den Landesfarben gleich; und gerade jene Exemplare waren es,auf die der Herr Pfarrer besonders stolz war, und mich ausdrücklichdarauf aufmerksam machte; wiederum mußte ich mich wundern,wie selbstverständlich bei diesem Volke Nationalgefühl undReligion zusammengehen und lächelte bei dem Gedanken, was eindeutscher Priester sagen würde, wenn man etwa in Altötting eineschwarzrotgoldene Votivkerze darbrächte. Ich glaube mich nichtzu irren, wenn ich vermute, daß ein solches Objekt ziemliches Auf-sehen erregen und möglichst schnell beiseitegeschafft würde!Die Tiere, es sind nur Pferde vorhanden, werden hier am Stephans-tag geopfert. Stjepanovas ist eine Filialkirche der Pfarrei St. Petervon Ljubljana; der Pfarrer, bei dem ich vorsprach, teilte mir mit,daß sich in seiner Pfarrei noch eine zweite Gemeinde, namens St.Martin, befände, in der gleichfalls solche Pferde dargebrachtwürden. Auch aus seiner Heimat in Oberkrain könne er mir zweiOrte nennen, wo ebenfalls Opfergaben zu finden seien. St. Stephanbei Adergaß und Smartno bei Cerklje, beide in der Nähe von Kranj.
Ich fuhr also, es war ein glühend heißer Tag, mit meinemMotorrad nach Cerklje, wo ich Mittags ankam und nach dem Essenmit einem Kaplan zu dem benachbarten Smartno hinüberwanderte.Als ich die Kirche betrat, bemerkte ich sofort einen breiten, auf derlinken Altarseite vor dem Chorgestühl stehenden, rot überzogenenTisch, auf dem die Weihegaben an bestimmten Tagen des Jahres,nämlich an Martini und am Sonntage darauf, für den Opfergangbereit gestellt werden. In der übrigen Zeit sind sie hinter dem Hoch-altare in einer Vertiefung der Rückwand aufbewahrt; der Mesnerschleppte mir das ganze Material herbei und als ich es aufgestellthatte, hielt ich Auswahl. Es waren fast nur hölzerne bemalte Tiereohne Wachsüberzug vertreten und zwar Pferde und Rinder, Ochsen,Stiere und Kühe, mit oder ohne trinkendem Kalb. Tafel III, 3—5.Ein einziges, ziemlich großes, wächsernes Pferd mit wollenem