Library / Self-PublishedÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde35 (1930) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
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35 (1930) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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Mit wärmsten Dank verzeichnen wir den Eingang von S 9,562.70 alsSubvention des Bundesministeriums für Unterricht,zur Bestreitung der Auslagen für das Personal, Beheizung, Telephon undAdministration, wofür den Vertretern desselben im Museumsausschuß,Herrn Ministerialrat Dr. L. Petrin und Präsidenten Dr. F. Schubert-Soldern der beste Dank geschuldet wird. Seitens der GemeindeWien floß uns eine Subvention im erhöhten Betrag von S 4000.- zu, undes sei hiefür dem Stadtsenat und Gemeinderat, sowie im Besondern HerrnBürgermeister Karl Seitz, Herrn Präsidenten des StadtschulratesOtto Glöckel und Herrn Stadtrat Hugo Breitner der ergebensteDank ausgesprochen. Dank der Befürwortung des Herrn KammerratesHermann Kandl bewilligte die Kammer für Handel, Gewerbeund Industrie wie in den Vorjahren eine Subvention von S 2.500.-,während von der Arbeiterkammer eine solche von S 500.-, vomVerband der Banken und Bankiers ein Betrag von S 200.-einging. Von unserem bewährten Gönner Kommerzialrat Oskar Trebitschwurde dem Museum im Gedächtnis seines Bruders Dr. Rudolf Trebitscheine Spende von S 600 zuteil. Allen genannten Korporationen und Spendernsei der wärmste Dank hier auch öffentlich ausgesprochen. Ebenso sei HerrnMinisterialrat Dr. Majer für den zu Gunsten unserer Zeitschriftgewährten Unterstützungsbeitrag( S 300.-) verbindlichst gedankt.

An dem weiteren Ausbau der auswärtigen freundschaftlichenBeziehungen unseres Vereins und Museums wurde von der Museumsleitungmit regstem Eifer gearbeitet. Bei der feierlichen Eröffnung des schönenTiroler Volkskunstmuseums in Innsbruck vertrat der MuseumsdirektorProf. Dr. Arthur Haberlandt unseren Verein und sein Museum,desgleichen bei der Tagung des Verbandes der Deutschen Volkskunde-vereine in Berlin. An den Beratungen des Volkskunstkomitees des InstituteInternationale de Coopération intellectuelle in Bern im April d. J. nahmProf. A. Haberlandt als Mitglied der internationalen Volkskunstkommissionebenfalls teil. Auch das große Unternehmen des Deutschen Volkskunde-Atlas beschäftigte den Museumsdirektor, der zum Leiter der einschlägigenArbeiten in Niederösterreich und Wien bestellt wurde, mit organisatorische nVorarbeiten bereits in intensiver Weise Volkskundliche Vorträge, die dasInteresse weitestgezogener Kreise für die österreichische Volkskunde undVolkskunst zu wecken geeignet und bestimmt waren, wurden in der Ravag"von den Professoren Michael und Arthur Haberlandt, sowie von FrauDr. A. Perkmann mehrfach abgehalten. In beiden Semestern 1929 hieltProf. A. Haberlandt sehr gut besuchte Universitäts- Vorlesungen und Übungenzur Einführung in die Volkskunde ab.

Zum lebhaften Bedauern des Vereins und der Museumsleitung habenwir den getreuen und gewissenhaften Museums- Oberaufseher FranzMučnjak, der dem Museum durch mehr als ein Jahrzehnt stets geschätzteDienste geleistet hat, am Jahresende durch den Tod verloren. Wir bewahrenihm ein ehrenvolles und dankbares Andenken. Allen Angestellten desMuseums, Frau Dr. A. Perkmann, Fräulein Ida Schuster, Präparator RobertMučnjak und Hilfsarbeiter L. Neprac, die unserem Institute nach Kräften