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sprechend angelegt. Zur Sachkultur erwähnen wir S. AmbrosianisAufsatz über Dreifußtöpfe, die wir aber eher mit südeuropäischen Erz- Guß-formen als mit vorgeschichtlichen Altsachen in China zusammenbringenmöchten und die gründliche Beschreibung Einar Gambergs vom Alp-wesen in Härjedalen.A. Haberlandt.
Rudolf Wissel: Des alten deutschen Handwerks Rechtund Gewohnheit. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft fürdeutsche Handwerkskultur durch Dr. Konrad Hahm. Bd. II. Ernst WasmuthA. G., Berlin, 1929. XVI u. 704 S., 76 Taf.
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Der dem I. Band rasch nachgefolgte 2. Teil der umfassenden Ver-öffentlichung des deutschen Reichsarbeitsministers erweist sich, sofern esdessen noch bedurfte, wohl als unentbehrliches Quellenwerk für jeden Volks-forscher beim vergleichenden Studium der alten Handwerksgebräuche undder volkstümlichen Art ihrer Ueberlieferung. Von rund 45 Handwerken sinddie alten Rechtformen, Feierlichkeiten in der Gemeinschaft, Feste und Spieleaus alten halb verklungenen Quellen wieder an den Tag gebracht und text-kritisch sorgsam abgewogen zusammengestellt. Oft wird man mit dem Ver-fasser bedauern, daß die bis auf die Gegenwart unverbrüchlich gehalteneVerschwiegenheit auch der Gewerkschaftsvorsitzende der KupferschmiedeSaupe hat sein Wissen solchermaßen mit ins Grab genommen manchenur mündlich überlieferte Kunde hat verstummen lassen und doch muß jeder,der als Forscher selbst auch Volk sein will, seine tiefere innere Freude darüberbekunden, daß die alten Handwerker diesen sittlichen Gedanken hoch ge-halten haben bis auf die Gegenwart. Um seine Weitergabe geht es nicht umdie Formeln, sie mögen inhaltlich freilich oft noch höchst Bedeutsames zubieten haben. Probleme offenbaren dem Volksforscher in der reichen Ueber-schau vor allem die Brauerfeste, ferner die Spiele der Hansa zu Bergen undder aufschlußreiche Abschnitt über die Steinmetzzünfte und Bauhütten. Vorallem aber gilt es dem Verfasser zu danken dafür, daß er in schlichter klarerSprache dem deutschen Handwerk nun wieder seine Ueberlieferung vorAugen gestellt hat. Möge er damit weit und breit Anklang finden! Nicht un-erwähnt sollen die ungemein ansprechenden Bildbeigaben, Handwerkerbildernach J. Amman, van Vliet, Christoph Weigel, Lehr- und Wanderbriefe undandere künstlerische Denkmäler des Handwerkerlebens umfassend, bleiben.
A. Haberlandt.
Johann Bredt: Volkskörperforschung. Ferdinand Hirt inBreslau 1930.
Wie die Einleitung dieser programmatisch gedachten Schrift besagt,wird hier Anregung und Anleitung zu einer neuartigen Erforschungs- undBetrachtungsweise des Volkskörpers abgegrenzter Gemeinschaften geboten.Ihr Wesen besteht im Aufbau der Familien, seiner Gemeinschaft und ihrer An-einanderreihung nach dem genealogischen Zusammenhang derselben, wodurch