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Spielmusik fürs Landvolk, eingerichtet von Raimund Zoder undOtto Eberhard. 3. Heft: Volksweisen( Fanfaren, Lieder und Tänze) fürzwei Flügelhörner oder Trompeten in B. Preis S 3.-, RM 2.--.
Die beiden Stimmenhefte enthalten Musik für die im Volke beliebtenFlügelhörner, welche durch Trompeten, aber auch durch andere Melodie-Instrumente ersetzt werden können. Einige Fanfaren, die als Einleitung vonFesten gute Dienste tun werden, machen den Anfang. Es folgen„ Arien“,wie das Volk die aus Liedweisen bestehenden Vortragsstücke nennt; solchewerden an schönen Sommerabenden auf sanften Hügeln geblasen und belebenstimmungsvoll die liebliche österreichische Berglandschaft. Dem Tanz dienenin erster Linie Ländler, Steirische und Walzer, zu denen leicht die begleitendenStimmen nach dem Gehör gespielt werden können. Alle Stücke sind echteVolksmusik, dem Heimatboden entsprossen. Mögen sie freundliche Aufnahmefinden und weit und breit im Lande erklingen!
Boll Franz: Sternglaube und Sterndeutung. Die Ge-schichte und das Wesen der Astrologie. Unter Mitwirkung von Carl Bezold,herausgegeben von W. Gundel, Leipzig- Berlin( B. G. Teubner) 1926, 3. Aufl.
In klarer und übersichtlicher Weise, die für Werke solcher Art be-sonders zu begrüßen ist, behandelt der Verfasser: I. Die Astrologie der Baby-Ionier; II. Die Entwicklung der Astrologie auf klassischem Boden; III. DieAstrologie in Ost und West von der Entstehung des Christentums bis zurGegenwart; IV. Die Elemente des Himmelsbildes; V. Die Methoden der Stern-deutung; VI. Der Sinn der Astrologie. Die von Seite 85-172 folgenden Nach-träge wahren den Ton strenger wissenschaftlicher Sachlichkeit. Nur ganzkurz streift der Verfasser die Ausstrahlungen altbabylonischer Geisteskulturüber ganz Ostasien von China und Japan bis Turkestan, von den Wegenüber die Südsee nach Amerika ganz zu schweigen. Zahlreiche Parallelen undGleichungen ließen sich auch für Afrika, von Aegypten abgesehen, erbringen,so z. B. die große Bedeutung der Plejaden, für deren Verbreitung wohl inerster Linie die Araber in Betracht zu kommen scheinen, der Gebrauch derVier- und Fünftagewoche besonders in Westafrika, die Dekadenzählung, dievon Aegypten einerseits über die Massai, Wadschagga bis nach dem SüdenAfrikas gebracht wurde, wo sie in der Monomotapa- Kultur aufscheint, ander-seits bis nach Westafrika drang, wo sie bei den Aschanti ihre letzten Aus-läufer findet. Die günstigen und ungünstigen Tage spielen auch in Afrika eineganz hervorragende Rolle und Wochentagsblätter sind uns aus Benin, Yorubaund Aschanti bekannt. Es ist eine ganze Reihe altorientalischen Glossar ::: zum Glossareintrag altorientalischen Kalender-gutes in Afrika erhalten geblieben, das uns ganz entschieden zeigt, daß auchAfrika nicht losgelöst von den alten Hochkulturen zu betrachten ist. Immermehr kommt uns die Einheit alter Hochkulturen durch die Erforschung desKalenders bei den Naturvölkern Glossar ::: zum Glossareintrag Naturvölkern zum Bewußtsein.
Dr. Walter Hirschberg.
Volkskunst im Elsaß: Text und Bildersammlung von Ernst Polaczek.
Mit 200 Bildern. Delphin- Verlag, München.
Das vorliegende Werk erscheint als erster Ergänzungsband zu derim gleichen Verlag herausgegebenen Sammlung„ Deutsche Volkskunst", über