Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde34 (1929) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
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34 (1929) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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treiben, Milch); sie haben am Land um ein totes Schweindl gebeten, die habensnicht hergegeben und sind in fünf Jahren gestorben.- Erde halten sie fühsehr heilsam; eine Zigeunerin Glossar ::: zum Glossareintrag  Zigeunerin konnte schon nimmer gehen, da legten sie'sin eine Grube, daß die Erde sie auszieht, Essen tuns Igel, tote Tiereund was erwischen; von neun Hühnern ist der Bauerin eins geblieben;krepierte Pferde.- Geige. Wenn man sie von ihm stimmen läßt, spieltman ohne Fehler( Ungarn).- Glück bringen sie; kommt eine alte Zigeunerin Glossar ::: zum Glossareintrag  Zigeunerinins Haus, die innerhalb drei Tagen stirbt, bringt das Glück( Trebitsch).Kampf gibts bald, wenn Zigeuner Glossar ::: zum Glossareintrag  Zigeuner über die Straße ziehn( Seewiesen undKlattau, Böhmen). Ihre Kinder werden geräuchert und mit Salben ge-schmiert. Milch muß man ihnen schenken, sonst gibt die Kuh wenigMilch, bis sie stirbt.- Tanzen sie ums Feuer, bedeutets Glück fürs Haus.Totenbestattung: Sie geben dem Toten Essen mit, seine Peitsche,seine Hacke, eine Flasche Wein und Alles, was er gern hat; den ganzenSchmuck und Essen( A); Geld, Ringe und ein halbes Schwein für die Reise,auch Zucker und Mehl; im Krieg haben sie täglich was auf Grab gelegt,Hunde habens aufgegessen, da haben sie geglaubt, der Tote war's; auch dieRussen machen das; er kriegt alles Gute mit, sie glauben, er wacht wiederauf( ähnlich[ A]), die Verwandten verbrennen Bett und Möbel, sie bleibennicht in der Wohnung, sondern ziehen aus.- Treffen. Einem Zigeuner Glossar ::: zum Glossareintrag  Zigeunerbegegnen, da wird der Sohn alt, sagen sie in Ungarn beim Bakonyerwald.Vertreiben: Wer ihn von der Türe weist, dem stirbt wer; in Ungarn ist'swirklich so. Verwünschen sie einen, muß mans büßen; eine Zigeunerin Glossar ::: zum Glossareintrag  Zigeunerinhat nichts zu essen bekommen, in einem Monat sind Mann und Kind ge-storben. Weissagen können sie gut; sie sprechen die Wahrheit, esgeht in Erfüllung( V).

Zimmermann, der sich beim Dachleistenmachen auf die Finger haut:So lange er zum Baumstamm gebraucht hat, so lange haut er sich bei denLeisten auf die Finger. Wenn er Türstöcke nagelt und es klingt hohl,wird das Haus bald zusammenfallen.- Sie sagen:» Nix verhackt, nur a neux( neues) Holz her!<< Ein Zimmermannshaar ist dreimal so dick als

ein Daumen.

Zinnfiguren, Christus und Maria, werden in die Kleider genäht( Wiener Neustadt).

Zopf in Tinte tauchen: Man wird ins Wasser fallen. Geht er ausdem Knödel( Haarknoten) heraus, ist ein Zeichen, daß sie vom Heurigenkommt oder hingeht.

Zorn. Dagegen bis zehn zählen und zurück, so vergeht er. Wenndie Nase beißt, wird man zornig. Zornige werden mager.

hat.

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Zucker und Brot muß man in fremdem Land essen, daß man GlückWer ein kleines Mäderl will, legt Zucker aufs Fensterbrett, da bringt'sder Storch( A); die Mäderin essen gern süß.( Eine hat es vergebens getan.)Zucker unter die Achsel, dem Mann in den Wein, das wird eine dauerndeLiebe( v)( Traunsee, Leobersdorf, Wien).

Zugehn. Wem Hunde und kleine Kinder zugehn, der ist ein guterMensch«, sagt die Großmutter.

Zuerst wil jeder beim Schachfigurenaufstellen fertig sein, daß er

gewinnt.

Zufall. Wenn man immer ein Kreuz aufs Brot macht, wird es einmalder Zufall geben, daß es ewig dauert.

Zug um Mitternacht pfeifen hören zeigt eine Reise an.

Zugvögel. Viele fortfliegen sehen: Man wird eine Reise machen.

Zugszusammenstoß verhütete Mutters Großvater. Er war in RußlandLokomotivführer, da warnte ihn die weiße Frau vor Unglück.( Sie hat dieGestalt einer Fliege.) Er bremst und wirklich war die Brücke über dieWeichsel gebrochen.