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bereiter gerade dort, wo die Kunst des Bauernvolkes im Wettbewerb mitden historischen Kunststilen so werkgerecht sich bewährt hat wie zumalin der Schweiz.
Rudolf Wissel: Des alten Handwerks Recht und Geswohnheit. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für deutscheHandwerkskultur durch Dr. Konrad Hahm. 1. Bd. Ernst WasmuthA. G., Berlin 1929. 591 S., 11 Lichtdrucktafeln.
In gediegener und gewissenhafter Beurteilung veröffentlicht derfrühere deutsche Reichsarbeitsminister, der selber in den Achtzigerjahrenals wandernder Handwerksgeselle nach Kiel kam und in der Gesellen-brüderschaft, die so nicht mehr hieß, von den alten Gebräuchen des Versammlungslebens bleibend Eindruck gewann, die Quellen zur Kenntnisdes alten Handwerks. Eine Fülle urkundlichen Stoffes, in buchkünstlerisch vornehmer Art ergänzt, behandelt Recht und Gewohnheit, wobeidie Auseinandersetzungen im Arbeitsleben der Gegenwart als Strömungen erkennbar werden, wie sie der Fluß des Lebens zu wiederholten Ma:len an die Oberfläche getrieben hat. Den Volksforscher werden vor allemdie kulturgeschichtlichen Unterlagen der Unehrlichkeit der auf dem plat-ten Lande betriebenen Gewerbe, der Weber, der Schäfer, Vögde usw..Zulassung von Wenden, Juden zum Handwerk, Unehrlichkeit durch Tö:tung eines Hundes usw. zu weiteren Untersuchungen anregen müssen.Auch das Königtum der Spielleute gehört hicher. Wohl abgerundet istauch der Schimpf und Ernst des Handwerks in Sprüchen und Liedernabschildernde Abschnitt, und wir dürfen erwarten, daß im zweiten Bandgerade der volkskundliche Stoff in überwiegendem Maße zum Worte ge-langen wird.A. Haberlandt.
Wilhelm Heinrich Riehl. Vom deutschen Land undVolke. Eine Auswahl. Herausgegeben von Paul Zaunert. Eugen Diede.richs, Jena 1922. 268 S., mit einem Bildnis Riehls.
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Eine Würdigung des Mannes durch den Herausgeber leitet die stilistisch wohl gegliederte Auswahl ein. Riehls Werk selbst ist gesichertdort, wo Riehls reicher Geist bewährter Lebensform des Volkes einenSpiegel bot, problematisch dort, wo er Gegenwartsfragen gleichsam mitdem gleichen Schlüssel auftun will wir halten uns hier lieber an denUrtext als an die Ausdeutung. Vom naturhaftem Beharren in Mann undWeib Glossary ::: show glossary-entry Weib"," Haus und Familie" schildert Riehl schlechthin alles meisterhaft,was man als Rettungsinseln im Getriebe der Gegenwart davon als Volks-forscher sichern und bewahren helfen muß. Die ausdruckvollsten Stückevon Land und Leute", mit der wohl schon zu fatalistisch anmutendenSchilderung des Landes der armen Leute alle wahrhaft schweren Auf-gaben hat das XIX. Jahrhundert der Nachwelt sich zu stellen und zulösen überlassen. Aus dem Wanderbuch„ Die Holledau" und„ Rohrau"und bedeutsame Abschnitte der Bürgerlichen Gesellschaft" nachzulesenwird dem Volksforscher stets ein Gewinn sein. A. Haberlandt.
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