Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde34 (1929) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
Jahrgang 
34 (1929) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
Einzelbild herunterladen
 
  

26.

hat und mit der Faust dreinghaut.

-

Schotten. Du bist der, der bei die Schotten am Stã( Stein) gesch.Die Kinder singen beim ArmenGsindel( Sünder) auch beim Vogelverkaufen:» Fliag aus, kumm wieder insFreihaus«; stellenweise ist ein» Bräuhaus draus geworden. Schotten-hof dort hat der Hugo Schenk gehaust.( Dienstbotenmörder.)Schrebergarten( s. Umstechen). Vor Sopherl( 15. Mai) soll man. nicht

anbaun

_

Schreck. Kan Tropfen Bluat gabat i< alles Blut geht zum Herzen,da blutet keine Wunde.- Bei starkem Schreck soll man schnell auf den Abortgehen. Flüssiges Blei über den Kopf( nicht darauf) schütten, daß manherauskriegt, wer uns erschreckt hat. Bei plötzlichem Schreck reißt manein Kleidungsstück ein, sonst kommt der Tod. Der Häferlkaffee wird mitkaltem Wasser gschreckt, da, setzt sich der Sud,

Schreiati Fras

www.mam

( schreiende Fraisen): Essigumschläge.

Schreiber: Soviel Tinte er( zu Sylvester) verschüttet, soviel Blut wirder in dem Jahre verlieren. Ein alter Schreiber mit Spitzbart und Kielfederhat sich auf dem Baum gezeigt. Der Ast wurde abgeschnitten, da war Ruhe,aber die Großmutter ist nach zwei Wochen gestorben.

Schreien Kleine Mädchen soll man schreien lassen, da werden sieschön, kleine Buben nicht, die werden häßlich davon( Mädchenbürgerschule).Die Brustkinder kriegen dic Brust, die Flaschenkinder in den Lutschker RumSchriften davon träumen, bringt Glück.

Schröpfen( vergl. Blinddarm; Name unbekannt). Bei Bauchweh tutman eine Kerze hinter ein Glas...( Drosendorf[ v]).

Schubkarren. Wenn man mit einem Schubkarren durch eine Prozession

fährt, wächst einem beim Ohr der Schmutz heraus.

-

Unters BettDrücken

Schuhe auf die Bank stellen, da wird man streiten.stellen, da passen sie nimmer in der Früh, sie sind zu klein( v).sie, so regnets. Madel, das mit einem Schuh herumrennt, wird nichtheiraten. Eingeringelte Schuhe: Das ist dem Teufel seine Großmutter,die so was anhat. Die ersten dürfen nicht zu klein sein, sonst wächstdas Kind nicht. Man läßt die ersten Schuhe vergolden( verkupfern), dasbringt Glück. Knarren sie, so sind sie noch nicht bezahlt( A).Krachen: Der Tod will ihn holen; der Schuster schreit ums Geld.Schwitzt er, zerreißt man sich das Hemd.- Auf den Tisch: Unfriede;es stirbt wer; man streitet mit der Nachbarin; die kleine Schwester hat dieSchuh auf den Tisch gestellt, ist unsre Tante gestorben; es kommt kein Brotins Haus; man bricht sich die Füße; die Not kommt; man kriegt krankeFüße Schweißfüße.verkehrt; Unglück.da stirbt man auch.

Verkehrt anziehn( am falschen Fuß), da geht allesVerlieren? Tod!- Die eines Verstorbenen anziehen,Traum von weißen Schuhen bedeutet Unglück.Sie in die Zimmermitte werfen, da stirbt wer.- Zwickt sich der Riemenab, streitet man.

Schuldigen Mann geht das Grausen an( v). I muaß Ihna wosschuldig sein, weil i Ihna gar ållaweil triff( A).

Schüler, der Eselsohren im neuen Heft gestrichen hat( durch denBuchbinder) der hat kein Glück.

Schürze blaue, ist Glück; heilsam für viele Krankheiten( v);_dieSchwestern im Spital nehmens gegen Rotlauf. Rutscht sie, kriegt die Fraueinen neuen Mann; geht sie auf, wird er untreu. Beim Uebersehen<<wischt man mit dem Zipf die Augen. Reißt der Träger, wird Sie krank;hat sie zwei Löcher, kommen an zwei Stellen Wunden."- Man nimmt eineum, daß die Arbeit besser geht. Geht das Bandel auf, sehnt sich wer( a);drum machens die Burschen immer auf.

-

Schuster: Wenn er zornig ist, ist ihm der Papp steiget wordn( v).Haut er sich zu Neujahr auf den Finger, wird er das ganze Jahrviel Arbeit